Bilanz
Integration nach außen getragen

Jüngst ging in der Dreifaltigkeitskirche in Kaufbeuren das «Festival der Vielfalt» mit einem Gospelgottesdienst zu Ende (wir berichteten). «Trotz des großen Aufwandes hat es mir außerordentlich viel Freude gemacht, das Festival zu organisieren. Im Vergleich zum letzten Jahr konnten wir die Zuschauerzahlen noch einmal steigern. Dies zeigt, dass das Festival als interkulturelle Großveranstaltung in Kaufbeuren angekommen ist und immer mehr Interessierte gewinnt», zog Diakon Wolfgang Stock vom evangelisch-lutherischen Seelsorgezentrum Bilanz.

Fest der Nationen war Höhepunkt

Stock hatte wie in den vergangenen Jahren die Organisation des Festivals in Zusammenarbeit mit dem Veranstalter, dem Koordinierungszentrum Kaufbeuren-aktiv, übernommen. «Absoluter Höhepunkt war in diesem Jahr das Fest der Nationen im Stadtsaal mit Auftritten von Supertalent-Teilnehmer und Schirmherr Christoph Haese sowie der Uraufführung des Kaufbeurer Vielfalt-Songs von Sir Seom», stellte Caroline Moser, Leiterin des Koordinierungszentrums, fest.

Aber besonders der abwechslungsreiche Mix aus Vorträgen, Workshops, Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, Theatervorstellungen und Veranstaltungen für Kinder habe bei vielen in der Bevölkerung den richtigen Nerv getroffen.

So werde man aufgrund dieser guten Erfahrung und der positiven Entwicklungen auch im nächsten Jahr ein Festival der Vielfalt in Kaufbeuren veranstalten. «Das Thema Integration von Menschen aus unterschiedlichsten Ländern und Kulturen in unsere Gesellschaft ist kürzlich stark in den Blickpunkt der breiten Öffentlichkeit geraten. In Kaufbeuren beschäftigen wir uns jedoch schon seit vielen Jahren mit dieser Herausforderung und legen den Schwerpunkt, unter anderem mit Aktionen wie dem Festival der Vielfalt, auf das direkte Handeln», erläuterte Alfred Riermeier, Abteilungsleiter im Rathaus für Kinder, Jugend und Familie die Kaufbeurer Integrationspolitik.

«Menschen aus über 90 Herkunftsländern leben in Kaufbeuren. Einander zu verstehen und voneinander mehr zu erfahren und zu lernen sehe ich als ein lohnenswertes Ziel für uns alle und eine Bereicherung für mich ganz persönlich», so Riermeier weiter. Das Festival der Vielfalt sei eine ideale Plattform dafür. (az)

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