Kaufbeuren
Integration mit allen Sinnen

«Der rote Kuchen ist der Beste!» Christina und Nadja weisen auf den Infostand von «HIPPY» (Home Instruction for Parents and Preschool Youngsters), wo neben dem albanischen Nationalgericht Petla, knusprigen Bällchen und weiteren Leckereien ein appetitlicher Kuchen mit rotem Fruchtüberzug steht. Doch gleich nach dieser Empfehlung müssen die beiden Zehnjährigen weiter, um zum Rhythmus der «Samba-Kids» zu tanzen. Beim Fest der Nationen im Zuge der interkulturellen Woche zum «Festival der Vielfalt» war im Stadtsaal vieles geboten.

Neben Informationen zur Kinderbetreuung, zur schulischen Unterstützung oder auch einem Eltern-auf-Probe-Angebot mit Babysimulatoren, das Jugendlichen ab vierzehn Jahren einen Eindruck von Elternschaft mit «Kind-zurück-Garantie» vermitteln will, gab es vor allem Spezialitäten von in Kaufbeuren lebenden Migranten. Ob aus der Türkei, Albanien oder Kasachstan - alles war appetitlich angerichtet und wurde von den Besuchern ausgiebig probiert.

Veranstaltet wurde das Fest der Nationen vom Seelsorgezentrum der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden und zahlreiche Familien waren gekommen, um gemeinsam zu feiern und Spaß zu haben. Bei Kaffee und Kuchen wurde geplaudert. Olga und Heinz Schweiger, ein Profi-Tanzpaar, wirbelten mit einer Samba-Tanzeinlage zu mitreißender Musik und den Trommeln der «Samba-Kids» übers Parkett.

Da hielt es auch Christina und Nadja nicht länger auf den Stühlen. An der Seite wurde ausgiebig mitgetanzt und im Takt mitgeklatscht. Das Rahmenprogramm mit Musik, Tanz und Gesang, einer zeremoniellen Junggesellen-Abschiedsfeier des Türkisch-Islamischen Vereins und einer abschließenden Feuershow mit «Anam Cara» versprach für den gesamten Nachmittag spannende Abwechslung.

Dazu gab es im Foyer eine Ausstellung unter dem Motto «Vielfalt tut gut», die vom Weggehen und Ankommen, vom Aufeinander zugehen, Miteinander reden, Einander verstehen und Einander helfen erzählte - und von jungen Kaufbeurern, die zwischen zwei Farben, zwei Kulturen und zwei Welten geboren wurden und aufwachsen. Deren Wunsch sei ist, einmal in einer gemeinsamen Welt ohne Ausgrenzung leben zu können.

Christina und Nadja scheinen dieses Vorhaben bereits zu leben. Ihre Eltern stammen aus Brasilien und Kasachstan, aber ihr Zuhause ist in Kaufbeuren. Für diesen Nachmittag war ihnen das aber völlig egal. Sie hatten zusammen Spaß, aßen, feierten und lachten gemeinsam.

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