Landschaftsschutz
Informationsabend zum Moor- und Hügelland südlich von Wangen

Das Landschaftsschutzgebiet 'Moor- und Hügelland südlich Wangen im Allgäu', so die offizielle Bezeichnung, ist einen Schritt weiter. Vertreter des Landratsamts Ravensburg haben in einer gemeinsamen Sitzung die Ortschaftsräte aus Neuravensburg, Niederwangen und Schomburg sowie Bürger über die geplante Verordnung und das weitere Vorgehen informiert.

Fazit der Veranstaltung in der Niederwangener Festhalle: Landwirte, Kommunen und Kreis sind sachlich einem Kompromiss nähergekommen, obwohl einige Punkte weiter strittig sind.

Wangens OB Michael Lang, der die Moderatorenrolle übernahm, gab gleich zu Beginn seiner Hoffnung Ausdruck, dass der Landkreis für Transparenz beim Landschaftsschutzgebiet sorgen möge, nachdem das Thema in der Vergangenheit 'hohe Wellen geschlagen' habe.

Ralf Schanz, Sachgebietsleiter des Umweltamts in Ravensburg, ging in seinem Vortrag auf Änderungen in der Verordnung ein wie Grenzanpassungen, die Herausnahme von FFH (Flora-Fauna-Habitat) und Vogelschutz aus dem Schutzzweck oder das Freistellen von Photovoltaikanlagen auf Hofdächern unter bestimmten Voraussetzungen.

Die Änderungen wurden vorgenommen, nachdem der Landkreis in den vergangenen Monaten Gespräche mit den betroffenen Kommunen, dem Bauernverband und der Interessengemeinschaft 'Unsere Landschaft' geführt hatte.

Der Neuravensburger Ortsvorsteher Horst Büssenschütt sprach sich danach, wie seine Amtskollegen Berthold Riether (Niederwangen) und Jörg Endraß (Schomburg) dafür aus, die Belange der Landwirtschaft stärker zu berücksichtigen, Fördermöglichkeiten aufzuzeigen und bei den Gebühren für Anträge oder Anfragen einen akzeptablen Kompromiss zu finden.

Unterschiedliche Auffassungen zwischen der Interessengemeinschaft der Landwirte gab es beim Unterhalt der Entwässerungsgräben und bei der Frage, ab welcher Menge ein erlaubnisfreies Abtragen oder Auffüllen von Gelände möglich ist.

Der Sprecher der Interessengemeinschaft, Werner Müller, der unter den rund 50 Zuhörern war, bezeichnete in einer kurzen Stellungnahme den Sachstand der Diskussion als zufriedenstellend.

Und Lang forderte am Schluss die Vertreter des Landkreises auf, Wortlaute in der Verordnung zu präzisieren und zu prüfen, ob die Anregungen der Räte berücksichtigt werden können, denn: 'Landwirte sind die wichtigsten Landschaftsschützer.'

Das Landschaftsschutzgebiet südlich von Wangen wird auch Thema in der Wangener Gemeinderatssitzung am kommenden Montag sein. Danach wird der Landkreis die Verordnung noch einmal überarbeiten. Die Auslegung erfolgt im Oktober/November, samt der offiziellen Anhörung der Bürger und der Kommunen.

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