In zwei Jahren 668 Menschen vom Ehrenamt überzeugt

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Kempten |mr| 'Pioniere der Region' werden auch an den nächsten zwei Freitagen vorgestellt. Den Auftakt bildeten Macher der 'sozialen Netze', und was sich da den Bürgern im Kempodium präsentierte, könnte genauso gut unter 'Edelsteine des Allgäus' durchgehen. Isabel Krings mit ihrer Freiwilligenagentur 'Schaffenslust' im Bereich Memmingen-Unterallgäu zum Beispiel: 668 Menschen, überwiegend Jugendliche, hat sie innerhalb von zwei Jahren angesprochen, für eine Dienstleistung ohne Entgelt begeistert und dann noch die passende Tätigkeit vermittelt.

Um 'Zeit zu verschenken' schuf Krings für die Ehrenamtlichen vielfältige Einsätze: Ob Hausaufgabenhilfe, Betreuung von Senioren und Behinderten, ob Obdachlosenhelfer, Museumsaufsicht, Weltladenverkäufer, Pate für einen Benachteiligten oder Teilnehmer an einem ökologischen Projekt - auf Engagierte wartet eine interessante Aufgabe. Bei der Förderung ihres gemeinnützigen Projekts, so Krings, renne sie mittlerweile bei Stadt, Landkreis und der Wirtschaft offene Türen ein. Auch Leader Plus sei in die Finanzierung eingestiegen.

Dafür dankte die 'Schaffenslust'-Chefin dem Leader-Manager Ethelbert Babl, der als Vorstandsvorsitzender des Kempodiums zusammen mit Ingrid Reinecke (gemeinnützige Forschungsgesellschaft Anstiftung) die Veranstaltung moderierte.

Kymet Akan hat sich in Kempten einen Namen als erfolgreiche Integrations-Lotsin gemacht. Mit Viel Geschick, Einsatz sowie geselligen, kulturellen und sportlichen Angeboten mit Hilfe des Vereins 'Ikarus Thingers' führt Akan Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen (wir berichteten).

Die 16-jährige Azra Fazlic stammt aus Bosnien. Sie ist in Kempten aufgewachsen und kann 'nicht nein sagen', wenn sie um etwas gebeten wird. Die von einer Lehrerin angetragene Mithilfe im Schülercafé der Lindenbergschule hat ihr immer 'viel Spaß' gemacht. Nebenbei mischt Azra auch im Jugendtreff Bühl mit. Die Auszeichnung war ihr eher peinlich, denn diese war mit 50 Euro verbunden. 'Mir hätte doch die Urkunde schon gereicht', sagte sie.

Andrea Baier berichtete aus ihrem mit Christa Müller und Karin Werner geschriebenen Buch ' Wovon Menschen leben - Arbeit, Engagement und Muße jenseits des Marktes'. Immerhin bestünden zwei Drittel der gesellschaftlich notwendigen Arbeit aus Hausarbeit, Eigenarbeit und Ehrenamt, so Baier. 'Ohne diese ‚andere Ökonomie’ könnte kein Gemeinwesen auf Dauer existieren', bilanzierte die Soziologin.

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