Gunzesried | VON GÜNTER JANSEN
In wilder Fahrt bergab

Zum 23. Mal riefen die Organisatoren um Daniel Gehring und den Hornerclub Gunzesried zum Internationalen Hornerrennen - und wiederum pilgerten zahlreiche Zuschauer zum Hang, den sich rund 80 Schlitten mit jeweils zwei wagemutigen Piloten hinabstürzten. Für Unterhaltung sorgten zwei launige Moderatoren über Lautsprecher, auch an das leibliche Wohl war Verpflegungsständen gedacht. So startete das Rennen pünktlich um 13 Uhr mit dem ersten Schlitten (außer Konkurrenz), auf dem sich Bürgermeister Otto Steiger als Co-Pilot äußerst wacker schlug. Seine Gattin wollte da natürlich nicht zurück stehen und wurde gleich auf dem nächsten Hornerschlitten gesichtet. Beide erhielten donnernden Applaus von den klatsch- und anfeuerungsfreudigen 3000 Zuschauern an der Strecke und im Ziel. Es gehört tatsächlich reichlich Mut dazu, die 960 Meter lange und nach Aussagen der Teilnehmer sehr anspruchsvolle Strecke mit knackigen Kurven auf den Holzschlitten hinunter zu jagen, die den Piloten viel fahrerisches Können abverlangt. Bis zu 50 Kilogramm wiegt so ein Gefährt, mit dem man mit einer Geschwindigkeit von etwa 50 bis 70 Stundenkilometern in wilder Fahrt zu Tal rauscht. Wie auch bei den skialpinen Weltcups wird hier um Hundertstel Sekunden gekämpft. Viele Co-Piloten liegen sogar rück- oder bäuchlings hinter dem Lenker auf dem Schlitten, um dem Fahrtwind weniger Angriffsmöglichkeit zu bieten. Nicht immer gelingt eine Kurve in der Ideallinie und wenn der Schnee dann heftig staubt, hört man des öfteren deftige Flüche über die Piste schallen.

Bei kalten, aber nicht unangenehmen Temperaturen, blauem Himmel und einer bestens präparierten Piste mit «durchfrorenem Schnee» kamen Besucher wie Teilnehmer voll auf ihre Kosten und vor allem die Urlauber im Oberallgäu freuten sich über einen rundum gelungenen Event, was man an fast jeder Ecke des Areals vernehmen konnte.

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