HaushalWiedergeltingen
In Wiedergeltingen stehen viele Investitionen an

Viele Investitionen stehen an, die Kreisumlage steigt auf Rekordniveau: Die Gemeinde muss neue Schulden machen. In Wiedergeltingen hat Kämmerer Claus-Dieter Hiemer jetzt die Reihe der Haushaltsberatungen in der Verwaltungsgemeinschaft Türkheim eröffnet.

Mehr Gewerbesteuereinnahmen als erwartet

Mit Einnahmen von insgesamt fast 1,6 Millionen Euro schloss der Verwaltungshaushalt 2011 rund 100 000 Euro höher als im Ansatz veranschlagt. Dafür waren die über den Erwartungen liegenden Einnahmen aus der Gewerbe- und vor allem der Einkommensteuer maßgeblich verantwortlich.

Entsprechend hatte Hiemer die erwarteten Einnahmen für den Haushalt 2012 vorsichtig nach oben angepasst, sodass der Verwaltungshaushalt in seinen Ein- und Ausgaben für das laufende Jahr etwas mehr als 1,6 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt 1,3 Millionen Euro vorsieht. Letzterer profitiert von gut 237 000 Euro Zuführung aus dem Jahresergebnis des vergangenen Verwaltungshaushalts.

Die Kreisumlage erreicht dagegen mit fast 410 000 Euro den zweithöchsten Wert in der Geschichte Wiedergeltingens. Beim Wasser bilanzierte Hiemer einen Fehlbetrag von sechs Cent pro Kubikmeter, während bei der Abwasserbeseitigung in den Jahren 2008 bis 2011 ein Überschuss erwirtschaftet werden konnte. Der wird allerdings auch für die dringend erforderliche Sanierung benötigt.

Im Übrigen zeichnet das Zahlenwerk meist eher geringfügige Änderungen gegenüber dem Vorjahr aus. So ist etwa die Schulverbandsumlage mit rund 62 000 Euro insgesamt trotz nicht unerheblicher Anhebung pro Schüler für die Grundschule Wiedergelingen leicht rückläufig, während die Aufwendungen für die Hauptschule trotz einer geringeren Schüleranzahl etwas gestiegen sind.

Der Finanzplan listet für die Jahre 2013 bis 2015 Investitionen von insgesamt 1,9 Millionen Euro auf. Zu deren Finanzierung müssen nach Hiemers Rechnung 600 000 Euro an Krediten aufgenommen werden. Das hätte einen Anstieg der Pro-Kopf-Verschuldung auf 800 Euro zur Folge.

Für das laufende Jahr ist eine Kreditaufnahme von 440 000 Euro vorgesehen. Davon sind 200 000 Euro für die im März installierten Fotovoltaikanlagen auf Mehrzweckhalle, Jugendzentrum und Sportheim. Auch die Sanierung der Amberger und der Kirchenstraße und Maßnahmen zur Lösung der Abwasserproblematik stehen an.

Zum Ausbau des Hungerbachs fehlen noch Grundstücke

Ein großes Vorhaben fand sich auch gleich noch auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung wieder – nicht zum ersten Mal. Bereits im März war der 'gewässerökologische Ausbau' des Hungerbachs Thema. Planer Wilhelm Daurer präsentierte Einzelheiten des Projektes.

Im Verlauf der Diskussion äußerte Barbara Kugelmann (Bürgerverein) Bedenken im Hinblick auf den erforderlichen Grunderwerb. Nach ihrer Kenntnis sei ein Teil der Eigentümer nicht bereit, die notwendigen Flächen für die Bachbettaufweitung zu den gemeindlichen Konditionen zu verkaufen.

Das Regenwasserkonzept ist allerdings Teil des wasserrechtlichen Verfahrens und laut Bürgermeister Michael Schulz 'kein Luxus'. Vielmehr ist es Voraussetzung für die Gewerbegebietserweiterung Nord-Ost IV. Mit dem Landratsamt wurden entsprechende Absprachen bis zum Jahresende getroffen.

In der verfahrenen Situation schlug Jürgen Schmid (FWW) vor, zunächst alle betroffenen Eigentümer an einen Tisch zu bringen, bevor man in die Planung von Details einsteige. Dieser Vorschlag fand allgemeine Zustimmung. Das weitere Vorgehen wurde bis zur Klärung der offenen Eigentümerangelegenheiten zurückgestellt.

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