In sechs Jahren zum Gipfel

Buchloe | bz | Ein Gipfelbuch lag zwar nicht aus, aber dafür erhielten die 136 Teilnehmer am Ende der Extrembergtour ein Zeugnis - das der Mittleren Schulreife. Denn es ging nicht um eine echte Wanderung, sondern um das Erreichen des Realschulabschlusses.

Zur feierlichen Entlassung trafen sich die «Tourteilnehmer» mit ihren «Bergführern» und Eltern zuerst in der Stadtpfarrkirche Buchloe zum Abschlussgottesdienst. Im Anschluss ging es zurück ins «Basislager» in die Realschule zur Abschlussfeier.

Mehr oder weniger harte Tour

Die Schulleiterin Magdalena Schmid verglich die vergangenen sechs Jahre (bei manch einem waren es auch mehr) mit einer mehr oder weniger harten Bergtour: «Mal schlenderte man über grüne saftige Hügel, mal durchschritt man Geröllfelder, der eine oder andere stürzte und musste einen Teil des Weges nochmals gehen, andere wiederum erklommen Steilwände ohne jegliche Sicherung und trieben den Bergführern den Schweiß auf die Stirn», sagte Schmid.

Letztlich erklommen die 136 Schüler aber als Seilschaft, als Team, zusammen mit ihren Lehrern den Gipfel und sind jetzt nach sechs Jahren Training bestens auf die Vier- und Mehr-Tausender vorbereitet, die noch vor ihnen liegen.

Bester Notenschnitt 1,41

Einige erreichten das Gipfelkreuz mit Bestnoten von 1,41 und freuen sich mit ihren Mitschülern auf die letzten Sommerferien ihrer Realschulzeit, bis sie entweder eine Ausbildung beginnen oder noch weiter die Schulbank drücken.

Den «Kaas» jetzt alleine machen

Für die nächste Etappe hatten die Lehrer noch einige gute Ratschläge und Tipps für die Absolventen. Da war davon die Rede, dass sie nun ihren «Kaas» alleine machen müssen, dass man ihnen wünscht, immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel zu haben, oder man solle doch in Start-up-Unternehmen investieren.

Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von der großen Schulband und der Rockband, die beide auch nach der Abschlussfeier einen Teilnehmerschwund zu verzeichnen haben.

Im Anschluss gab es Schnittchen und Sekt, um die Bergtour gebührend zu beenden. Natürlich flossen bei Schülern auch Tränen, die dann aber von übrig gebliebenen Taschentüchern aufgefangen wurden.

«Lehrer hatte es nicht leicht»

«Die Lehrer hatten es nicht immer leicht mit uns» oder «Schade, dass die Zeit schon rum ist» - dies waren nur ein paar wenige Äußerungen der Schüler, die ihre Schulzeit in einem Satz verpacken wolten. Viele konnten es scheinbar selbst noch nicht realisieren, nun das «Basislager» zu verlassen und woanders seinen selbst ausgewählten Weg auf einen nächsten Gipfel zu gehen.

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