Fuchstal
In Sachen Energie soll sich bald was bewegen

Große Ziele haben sich die Fuchstaler Gemeinderäte in der Energiepolitik gesetzt. Das Gremium befürwortete einstimmig einen Maßnahmenkatalog, den der «Arbeitskreis Energie» erarbeitet und dem Gemeinderat schriftlich vorgelegt hatte. So sollen die Bürger verstärkt über Einsparmöglichkeiten aufgeklärt und langfristig eine zukunftsfähige Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen am Ort aufgebaut werden.

Der vor einigen Monaten gegründete Arbeitskreis verfügt über eine breite politische Rückendeckung, denn ihm gehören immerhin neun der 16 Gemeinderäte an. Geleitet wird das Gremium von Johannes Wolffhardt aus Asch, als sein Stellvertreter fungieren Martin Brennauer und als Schriftführer Stephan Forstner aus Leeder. «Uns ist es wichtig, den gesamten Gemeinderat über unsere Arbeit zu informieren und über unsere Ziele mit entscheiden zu lassen», betonte Wolffhardt in der Sitzung.

Energieausweise werden erstellt

Eine erste Forderung aus dem Arbeitskreis befindet sich bereits in der Umsetzungsphase. Demnach wird für alle kommunalen Liegenschaften eine Energieberatung mit Erstellung eines Energieausweises durchgeführt.

Es gebe einige bereits vorbildlich sanierte Gebäude, hieß es, jedoch besitzen andere einen schlechten Energiestandard und werden sogar noch mit Elektroöfen beheizt. «Uns ist bewusst, dass eine Sanierung nicht sofort möglich ist», heißt es in dem Papier, man solle aber zumindest die dringendsten Maßnahmen in Angriff nehmen, wobei man auch auf staatliche Fördermittel zurückgreifen kann.

Vorgeschlagen wurde dem Gemeinderat zudem, das nächste Baugebiet als Passivhaus-Siedlung zu planen. Dies könne sogar ein entscheidender Wettbewerbsvorteil bei dem Verkauf von Bauplätzen bedeuten, meint der Arbeitskreis. Für andere Bauwerber stehe zudem das neue Gebiet «Wegäcker» zur Verfügung, das mit Fernwärme versorgt wird.

Langfristig gesehen möchten die Gemeinderäte aus dem Arbeitskreis ein «kommunales Handlungsprogramm auf dem Energiesektor» entwickeln. Dazu gehört zum einen die Senkung des Energiebedarfs und der Energiekosten, zum anderen sollen regional verfügbare erneuerbare Energieträger wie etwa Holz stärker genutzt werden. Durch eine Beratung vor Ort, geplant sind eine Reihe von Fachvorträgen, soll die Bevölkerung in diesen Prozess eingebunden werden. Dabei werden beispielsweise auch die Zuschussmöglichkeiten aufgezeigt. Zunächst wird sich der Arbeitskreis im Rahmen einer Bestandsaufnahme mit dem Einsparungspotenzial bei den privaten Wohngebäuden am Ort befassen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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