Special Winter SPECIAL

Winterdienst
In Nebenstraßen wird nicht mehr gestreut

Etwas später als üblich, dafür mit jeder Menge Schnee ist der Winter nun auch in Kaufbeuren und seinem Umland endgültig eingebrochen. Seit dem vergangenen Wochenende türmen sich die weißen Massen auf den Straßen der Stadt - Dauereinsatz für die Räumdienste. Auf sie kommt in den kommenden Wochen viel Arbeit zu, in diesem Winter aber mit einem erheblich modifizierten Auftrag.

Im März dieses Jahres hatte der Stadtrat beschlossen, dass künftig in Nebenstraßen nicht mehr gesalzen, sondern nur noch geräumt wird - unter anderem aus ökologischen Gründen (wir berichteten). «Das betrifft hauptsächlich die Wohngebiete», erklärt der Leiter des städtischen Bauhofs, Giorgio Buchs. Überhaupt solle der Winterdienst so wenig Salz wie nötig verwenden, was jedoch keineswegs zu Lasten der Sicherheit der Menschen fallen soll. Die neuralgischen Strecken mit sämtlichen Hauptverkehrsachsen, Gefälle, die komplette Innenstadt, Wege zu Schulen, Pflegeheimen, Kirchen, Bushaltestellen und allen weiteren wichtigen Einrichtungen werden nach wie vor gestreut. Zudem werden auch die öffentlichen Geh- und Radwege wie gewohnt mit einem Salz-Splittgemisch versorgt.

Fahrweise anpassen

«Es wird in so gut wie jeder anderen Kommune bereits längst so praktiziert. Memmingen und Kempten machen es beispielsweise seit Jahren so», sagt Buchs. Natürlich bedarf es einer gewissen «Umgewöhnung» für die Bürger. Wichtig sei, die Fahrweise speziell auf den betroffenen Wohnwegen, wo nur noch der «weiße Winterdienst» verkehrt, entsprechend anzupassen und vorsichtig zu steuern.

Das habe schließlich auch schon zu Beginn des Jahres, als die Räumkräfte aufgrund der Salzknappheit eingeschränkt arbeiten mussten, bestens geklappt, wie Polizeihauptkommissar Reinhard Janko von der Kaufbeurer Inspektion bestätigt: «Die Leute haben sich damals hervorragend darauf eingestellt. Mehr Unfälle gibt es wegen des eingeschränkten Winterdienstes jedenfalls nicht.

» Lediglich einen Blechschaden habe es im Stadtgebiet aufgrund der Schneefälle der vergangenen Tage bislang gegeben. «Dadurch, dass der Wintereinbruch übers Wochenende kam, konnten sich die Leute, die am Montagmorgen zur Arbeit mussten, auch gut vorbereiten», sagt Janko. Dank des eher verspäteten Schnees und auch der angekündigten gesetzlichen Winterreifenpflicht schienen Autofahrer und Fahrzeuge für die Winterzeit schon gut gerüstet.

Das gilt auch für den städtischen Bauhof. Etwa 450 Kubikmeter Streusalz lagern dort derzeit. «Wie lange das reichen wird, hängt vom Wetter ab. Im November kaufen wir nicht soviel ein, dass es für den ganzen Winter reicht», so Buchs. Mit dem neuen Konzept wird diese Menge aber vermutlich länger reichen, als es in den vergangenen Jahren der Fall war.

 

Neben den Hauptstrecken im Kaufbeurer Stadtgebiet und der gesamten Innenstadt werden auch sämtliche Wege zu wichtigen Einrichtungen - wie hier zum Klinikum - auch weiterhin vom Räumdienst mit Streusalz versorgt. Foto: Mathias Wild

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