Kreisfischereiverein
In großer Sorge um den Bärensee

Bei der Hauptversammlung des Kreisfischereivereins Kaufbeuren stand die Sorge der Mitglieder wegen der Entwicklungen am Bärensee im Vordergrund. Der Verein spricht sich nicht gegen das Naherholungskonzept der Stadt aus, wohl aber gegen den viel diskutierten Steg, der einen Rundweg ermöglichen soll.

Mehr als 70 Mitglieder und Gäste waren im Saal des Kolpinghauses erschienen, darunter auch Oberbürgermeister Stefan Bosse. Er äußerte sich zum Naturerholungskonzept Bärensee und zu der damit zusammenhängenden Steglösung, die auf wenig Verständnis bei den Vereinsmitgliedern trifft. In seiner Rede führte Bosse aus, dass der Steg noch nicht beschlossen sei. Die Stadt selbst bevorzuge eine Lösung auf dem Landweg. «Wir sind nicht grundlegend gegen ein Naherholungskonzept», so der Vorsitzende Peter Konrad. «Lediglich einem Steg werden wir nicht zustimmen können.»

Dabei gehe es dem Verein nicht darum, ungestört fischen zu können, so Konrad. Aber: «Naturschutz hört nicht an der Wasseroberfläche auf.» Sowohl Flora als auch Fauna seien in diesem Teil des Sees äußerst sensibel. Damit die Politik besser verstehe, warum sich der Verein so vehement gegen einen Steg einsetze, lud der Vorstand den Oberbürgermeister und Stadtrat zu einer gemeinsamen «Seebegutachtung» ein. «Sollte die Stadt anschließend immer noch der Meinung sein, man müsse hier in den See eingreifen, werden wir diese Entscheidung akzeptieren», versicherte Konrad.

Änderungen im Vorstand gab es bei den Neuwahlen. Konrad, der aus eigenem Wunsch nicht mehr für das Amt des ersten Vorsitzenden kandidierte, gab die Aufgabe nach neun Jahren an den bisherigen Jugendwart Wolfgang Scheufler ab. «Keiner zeigt mehr Einsatz für den Verein, als unser bisheriger Jugendleiter und Fischereiaufseher», lobte Konrad seinen Nachfolger, dem er nun stellvertretend zur Seite stehen wird. Der neu gewählte Vorstand griff das Thema Steglösung nochmals auf und betonte, dass auch er nicht vom bisherigen Standpunkt abweichen werde. Scheufler unterstütze das bisherige Engagement seines Vorgängers und werde dessen politische Linie weiterverfolgen.

Das freigewordene Amt des Jugendwartes wird fortan von Benjamin Linsner besetzt. Dieser hat die Jugendgruppe bisher stellvertretend betreut, weshalb der Personalwechsel für die Jugendlichen keinen tief greifenden Einschnitt bedeuten wird.

 

Die Pläne der Stadt, den Bärensee als Naherholungsgebiet auszubauen, sind umstritten. Vor allem der Kreisfischereiverein wendet sich gegen das Vorhaben in der vorgestellten Form.

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