Gemeinderat
In Amberg soll eine Kindertagesstätte gebaut werden

Neben den Planungen für die Dorferneuerung beschäftigte den Amberger Gemeinderat bei dessen jüngster Sitzung ein zweites großes Projekt mit ungleich kürzerem Zeithorizont: der Neubau einer Kindertagesstätte. Vorausgegangen waren zwei Bedarfserhebungen. Hintergrund: Im Jahr 2013 wird das Kinderbetreuungsgesetz wirksam, nach dem ein Anspruch auf einen Kita-Platz auch für Kinder unter drei Jahren besteht.

Zur fachlichen Beratung hatte der Gemeinderat Ulrike Villa-Fuchs vom Landratsamt Unterallgäu hinzugezogen. Sie stellte das Ergebnis einer Fragebogenaktion vor, anhand derer der Betreuungsplatzbedarf ermittelt werden sollte. Zwar hätten, wie auch andernorts, nur etwa die Hälfte aller Befragten die Fragebögen zurückgeschickt. Allerdings sei unter Berücksichtigung der stabilen Einwohner- und Geburtenzahl der Bedarf für eine bis zu zwölfköpfige Kindergruppe gegeben, die zudem noch förderfähig ist.

Förderfähigkeit heißt in diesem Fall auch, dass die Verwirklichung des Projekts an gewisse Voraussetzungen gebunden ist, wie zum Beispiel einen Gruppen- und Nebenraum von mindestens 40 Quadratmetern Größe und einen Bewegungsraum. Zudem gibt es Vorgaben für die Fläche des Außenbereichs.

Teure Einrichtung

Das Problem: All diese Erfordernisse können am Standort des jetzigen Kindergartens, der sich in einem Gebäude aus dem 19. Jahrhundert befindet, nicht umgesetzt werden. Das bestätigte auch nach Ortsbesichtigung Ulrike Villa-Fuchs. Daher bleibt nur ein Neubau für die bestehenden Kindergartengruppen und die Angliederung der Krippeneinrichtung unter einem Dach. Zudem ergab die Bedarfsanalyse auch, dass die Bevölkerung Ambergs gewisse Anforderungen stellt, wie eine zunehmende Nachfrage nach Mittagsverpflegung und längeren Öffnungszeiten während der Ferien.

Ein geeigneter Bauplatz ist nach Aussage von Bürgermeister Peter Kneipp bislang noch nicht gefunden. Nicht zuletzt interessierte den Gemeinderat, was nach Einschätzung der Referentin ein solcher Neubau koste. Als Vergleich zog sie einen fertiggestellten Kindergarten in der Größenordnung von 1,3 Millionen Euro heran. Von gut einer Million geht auch Kneipp aus, wobei lediglich die Kinderkrippe - etwa ein Drittel des gesamten Gebäudes - bis zu 60 Prozent förderfähig sei. Die restlichen Baukosten werden nur zu 20 Prozent bezuschusst, sodass Amberg wohl in etwa die Hälfte der Bausumme zu schultern haben werde.

Monatsbeiträge der Eltern

Mit den bisherigen 56 Euro Monatsbeitrag der Eltern werde man den ohnehin bezuschussten Kindergarten und das erweiterte Betreuungsangebot im Neubau dann nicht mehr finanzieren können. Nach Kenntnis von Villa-Fuchs kann damit gerechnet werden, dass das Angebot trotz höherer Kosten wegen der heutigen Beschäftigungsverhältnisse angenommen wird.

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