Bewerbung
«Impulse für den Afraberg»

Die Begeisterung ist unüberhörbar: eine historische Zeppelinhalle, unterirdische Bierkeller, die moderne Produktionsstätte der Aktienbrauerei, Gebäude ehemaliger Sudhäuser, die den Ruf Kaufbeurens als Brauereistadt prägten. Für Stadtmuseumsleiterin Dr. Astrid Pellengahr stellt der Afraberg einen idealen Platz für die Landesausstellung im Jahr 2016 dar.

«Das ist ein authentischer Ort», sagt sie. Kaufbeuren bewirbt sich um diese öffentlichkeitswirksame Veranstaltung. «Bier in Bayern» heißt das Thema, angelehnt an das Jubiläum 500 Jahre Reinheitsgebot.

Eine 700-jährige Braugeschichte und die einst 22 Brauereien in der Stadt machten Kaufbeuren zu einer «traditionsreichen Bierstadt, so Oberbürgermeister Stefan Bosse. Er sieht deshalb in der Aktienbrauerei einen starken Partner. Neu ist diesmal, dass die Landesausstellung öffentlich ausgeschrieben wurde, was eine solche Bewerbung überhaupt zulässt. Im Wettbewerb der Städte konnte unter Federführung von Astrid Pellengahr und Günther Pietsch von der städtischen Kunst- und Projektförderung eine Präsentation ausgearbeitet werden, die nicht nur die Vorzüge Kaufbeurens, die kulturelle und gesellschaftliche Einbettung des Bieres, sondern auch die Chancen einer solchen Veranstaltung beleuchtet.

«Wir haben deutlich gemacht, dass wir hier auf viele Partner und erfahrene Veranstalter bauen können», so Pietsch, der sich im Begleitprogramm themenbezogen eine Montgolfiade auf dem nahen Fliegerhorstgelände ebenso vorstellen kann, wie eine Neuauflage des einstigen TV-Straßenfegers «Spiel ohne Grenzen».

Jüngst war bereits eine Delegation der Jury in Kaufbeuren, um sich umzuschauen. «Man hat uns zu verstehen gegeben, dass wir uns mit unserer Bewerbung nicht verstecken brauchen», so Bosse. Im Fall eines Erfolgs sieht der Oberbürgermeister nicht nur bayernweit viele positive Schlagzeilen und zahlreiche Besucher auf die Stadt zukommen, sondern auch «wichtige Impulse für den Afraberg über 2016 hinaus».

Für das weitläufige, teilweise ungenutzte Betriebsgelände der Aktienbrauerei gab es bekanntlich schon viele Visionen, die von einem Schrägaufzug von der Altstadt über ein Veranstaltungszentrum bis zu Wohnhäusern an der Hangkante reichten. Konkrete Pläne gibt es zwar noch nicht. Doch sollte die Bewerbung erfolgreich sein, möchte die Stadt in den nächsten Jahren rund 500000 Euro für Investitionen sowie Um- und Neubauten in und an der Zeppelinhalle zur Verfügung stellen. Laut Brauereivorstand Werner Sill geht es dabei etwa um die Zugangssituation, Parkmöglichkeiten und die Anbindung an die Innenstadt: «Die Bedingung für eine erfolgreiche Bewerbung ist: Das Umfeld muss stimmen.»

«Unsere Hoffnung ist groß», sagt Oberbürgermeister Stefan Bosse. Im November will die Jury entscheiden. Wann genau, ist noch nicht bekannt.

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