Betreuung
Immer mehr Kinder gehen in Krippen

Immer mehr Elternpaare und Alleinerziehende geben ihre Kleinkinder in die Obhut von Krippen. So ist die Zahl der betreuten Unter-Drei-Jährigen in städtischen und kirchlichen Einrichtungen (siehe Infokasten) von 2006 bis heute von 63 auf 139 gestiegen. Diese Zahlen nennt Manfred Mäuerle, Leiter des Referats Jugend und Soziales, auf Anfrage unserer Zeitung. Zugleich weist er darauf hin, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen in Memmingen gedeckt sei. Im Gegensatz dazu stehen in Kempten etwa 360 Kinder unter drei Jahren auf den Wartelisten der Krippen.

In Memmingen gibt es laut Mäuerle zwar auch eine Warteliste, aber auf der würden im Schnitt stets nur 20 bis 30 Kinder stehen. «Dabei handelt es sich in der Regel aber nicht um akute Fälle», sagt der Referatsleiter. Vielmehr würden sich die Eltern rechtzeitig um einen Krippenplatz bemühen. Die Buben und Mädchen auf der Warteliste benötigten daher erst in ein paar Monaten einen Platz. «Und wer kurzfristig einen Krippenplatz braucht, dem haben wir bisher immer helfen können», unterstreicht Mäuerle. Schließlich sei das Angebot in Memmingen in der Vergangenheit stetig gewachsen.

So verfügte die Stadt im Jahr 2006 lediglich über 36 Plätze in der Krippe in der Stebenhaberstraße. 2008 kamen zwölf Plätze bei der Erweiterung des Amendinger Kindergartens hinzu. Im Jahr 2009 wurde sowohl der Kindergarten im Wartburgweg umgestaltet (zwölf neue Krippenplätze) als auch der kirchliche Kindergarten von St. Hildegard (24 neue Plätze). In diesem Frühjahr sollen in St. Hildegard weitere zwölf Plätze hinzukommen.

Neue private Einrichtungen

Darüber hinaus werden Unter-Drei-Jährige laut Mäuerle auch in Kindergärten untergebracht, sofern dort noch Plätze frei sind. «Diese Kinder sind meist aber schon etwa zweieinhalb Jahre alt», sagt der Referatsleiter. Weitere Krippenplätze könnten in den kommenden Jahren im Sonnenschein-Kindergarten sowie in der Kindertagesstätte in der Stadtweiherstraße entstehen.

Gleichzeitig verweist Mäuerle auf zwei private Betreuungseinrichtungen, die in diesem Frühjahr öffnen möchten. Das ist zum einen die private Kinderkrippe «Königskinder» am Königsgraben und eine sogenannte Großtagespflege («Kindervilla Memmingen») in der Haferkamp-Villa an der Ecke Kaisergraben/Bodenseestraße. Bei der Großtagespflege können auch Kinder betreut werden, die älter als drei Jahre sind.

Darüber hinaus gibt es Pflegekräfte, die vom städtischen Jugendamt vermittelt werden. Laut Amtsleiter Jörg Haldenmayr werden auf diese Weise aktuell 21 Tagespflegekinder betreut. Davon sind 17 unter drei Jahre alt. Das Stadtjugendamt berät und qualifiziert laufend interessierte Frauen und Männer, die sich ein Engagement im Bereich der Kindertagespflege vorstellen können. Infotelefon: (08331) 9913276 und 9913277.

Informationen über die Kinderbetreuung in Memmingen mit Anmeldeterminen im Internet unter

www.memmingen.de/kita.html

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