Sozialverband
Immer mehr Junge suchen Rat und Hilfe

Es stimmt nach wie vor: Der VdK hat viele Mitglieder im Rentenalter. Und dennoch ist der Füssener Ortsverband alles andere als ein «Alte-Leute-Verein»: «Zu uns kommen inzwischen sogar 15-Jährige, um sich helfen zu lassen», räumt Hans-Jörg Neumeyer (75), Vorsitzender des Füssener Ortsverbandes, mit Vorurteilen auf. Rentner, Behinderte, Kranke, Hartz-IV-Empfänger: Immer mehr von ihnen suchen - auch aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage - Rat und Hilfe.

Längst kümmert sich der Verein nicht mehr ausschließlich um Kriegsopfer, wie das in jener Zeit der Fall war, aus der noch der Name VdK stammt: Stand das Kürzel doch einst für «Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands». Seit 15 Jahren heißt es treffender «Sozialverband VdK», verweist Neumeyer auf die Attribute «modern» und «gemeinnützig».

«Wir helfen Menschen jeden Alters, zu ihrem Recht zu kommen. Zudem machen wir Pflegebesuche und organisieren etwa Ausflüge», so der 75-Jährige. Bei Spendensammlungen werde Geld zusammengetragen, um Menschen in extremen Notfällen auch finanziell unter die Arme greifen zu können.

«Jeder, der Hilfe braucht, kann sich an den Verband wenden», erläutert der ehrenamtlich tätige Betreuer. Mitglieder würden juristisch beraten und bei Bedarf auch gesetzlich vertreten. «So können sich auch Menschen mit wenig Mitteln eine rechtliche Beratung leisten.» Zudem hole man das Bestmögliche heraus für Menschen, die etwa Probleme mit der Rentenberechnung oder mit Pflegezuwendungen, der Einstufung der Behinderung oder mit ihrem Arbeitslosengeld haben. Das wissen offenbar immer mehr Menschen zu schätzen, stieg die Zahl der Mitglieder doch deutlich an. Derzeit gehören 654 Bürger aus Füssen und Umgebung dazu.

Einmal pro Woche findet in der Füssener VdK-Stelle eine Sprechstunde statt, zu der Jedermann kommen kann. Hier gibt es Rechtsauskünfte vom Kreisgeschäftsführer aus Kaufbeuren. «Pro Sprechstunde kommen im Schnitt 15 Bürger», erläutert Neumeyer.

Viele Mitglieder schätzten neben der Betreuung, der rechtlichen und in besonderen Fällen auch finanziellen Hilfe vor allem aber die Gemeinschaft im Verband, sagt der Vorsitzende des seit über 60 Jahren existierenden Ortsverbandes. Hier gibt es auch einen speziellen Vertreter für jüngere Mitglieder, die sich etwa in finanzieller Not befinden, oder um Behindertenrechte kämpfen.

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