Kunert
Immenstädter Strumpfhersteller Kunert: Minus im ersten Halbjahr, aber gute Auftragslage

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Der Immenstädter Strumpfhersteller Kunert ist im ersten Halbjahr 2011 hinter seinen Erwartungen zurück und unter dem Umsatzniveau des Vorjahrs geblieben - mit 23,6 Mio. Euro (Vorjahr: 23,1 Mio.). Die Verluste haben sich erhöht. So stieg das Minus beim operativen Ergebnis von 1,8 auf 2,5 Mio. Euro, der Konzernverlust lag mit 3,1 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (-2,2 Mio.). Neben dem Umsatzrückgang drückten höhere Energie- und Rohstoffkosten auf das Ergebnis. Die Vorstände Hermann des Jong und Stephan Oehl gehen aber davon aus, dass die Rückstände aus dem ersten Halbjahr noch aufgeholt werden können.

Schon im Juli habe man einen Umsatzanstieg von 15 Prozent verzeichnet, heißt es in einem Halbjahresbericht. Damit wäre der Rückstand aus den beiden ersten Quartalen bereits aufgeholt. In allen Bereichen habe die Vororder zugelegt. << Kunert tut sich bei diesem Umsatz schwer, im ersten Halbjahr positive Zahlen zu schreiben >>, sagte de Jong im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Kunert-Führung sieht aber eine << wirklich gute Auftragslage >>. An seiner Prognose - einer deutlichen Ergebnisverbesserung gegenüber 2010 - hält der Vorstand deshalb fest. Voraussetzung sei allerdings eine stabile Konjunktur in den Kernmärkten.

Die Marken entwickelten sich unterschiedlich:

Kunert und Julius Kunert blieben bei knapp elf Mio. Euro Umsatz stabil - trotz hoher Vorgabe aus der Erstauslieferung des Neuprodukts Chinchillan im Vorjahr.

Hudson blieb bei 8,4 Mio. Euro um vier Prozent hinter dem Vorjahresumsatz zurück. Hudson-Modeprodukte legten zwar um zehn Prozent zu, konnten aber starke Rückgänge bei der Standardware nicht wettmachen.

Der Bereich Privat Label wurde um gut acht Prozent auf 3,4 Mio. Euro gesteigert.

Die Umsätze bei der Oberbekleidung für Outlets unter der Marke Prince und Princesse of Argyle brachen gegen den Branchentrend um 39 Prozent auf 0,6 Mio. Euro ein. Angesichts dieser Entwicklung stehe die Weiterführung der Outlet-Oberbekleidung auf dem Prüfstand, teilt der Vorstand mit.

Die Umsätze im Inland gingen nach 18,7 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2010 auf heuer 18,3 Mio. zurück. In Westeuropa blieb das Geschäft mit 1,1 Mio. Euro stabil, in Osteuropa legte Kunert zu.

Die Produktion am Kunert-Hauptsitz Immenstadt und im Tétouan (Marokko) war laut Halbjahresbericht in den ersten beiden Quartalen voll ausgelastet. Die Mitarbeiterzahl ist mit 1058 Ende Juni nahezu stabil.

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