Im Team die eigenen Ideen umsetzen

von andreas filke | Marktoberdorf Hier ein Posten, da noch einer und dort auch. Wolfgang Hannig ist ein Ehrenamtlicher durch und durch. Schon als Kind und in der Jugend hat er sich engagiert, damals als Theaterspieler oder als Nikolaus. Die Liste der Ämter wurde lang und länger. 'Nein, ich bin kein Typ, der nicht nein sagen kann. Aber wenn ich ja sage, dann ist es mir eine Herzensangelegenheit.' Deswegen sagte er auch ja, als die Marktoberdorfer Sozialdemokraten ihn erneut als Bürgermeister-Kandidaten nominierten.

Drei Kandidaten bewerben sich um den Bürgermeister-Stuhl im Rathaus. Derzeit präsentieren sie sich bei diversen Wahlveranstaltungen. Aber wie sind sie privat? Dazu besuchte unsere Zeitung sie einmal zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung.

'Ich bin Marktoberdorfer, hier lebe und arbeite ich.' Da war es für ihn keine Frage, sich auch in der Kommunalpolitik zu engagieren. Denn die, erklärt er, beginne bereits am Morgen nach dem Aufstehen, wenn man den Wasserhahn aufdreht. Während er das sagt, ist er in Gedanken wahrscheinlich schon wieder beim Wasserwerk, der Beschaffung des wichtigen Lebensmittels und den Gebühren dafür.

'Ich gehe den Dingen gern auf den Grund', beschreibt er sich. Durch die diversen Tätigkeiten blicke er immer tiefer hinein in die Strukturen. Das erleichtere ihm die Suche danach, wo der Hebel angesetzt werden muss, um Probleme zu lösen. Das gelte auch für die Politik: 'Es ist spannend, wenn man Politik mitgestalten und seine Ideen einbringen darf.' Ideen zu verwirklichen falle naturgemäß leichter, 'wenn man das Sagen hat'. Im Ehrenamt wie im Rathaus.

Häufig seien es Kleinigkeiten, die viel bewirken könnten. Vielfach reiche schon ein Gespräch. Ein Gespräch, wie er es ab und zu vor seinem Geschäft mit Bürgern führt, während er sich eine Raucherpause gönnt. Unterhaltung ist für ihn ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Gemeinsamkeit und Teamarbeit sei für ihn sehr wichtig, sagt Hannig, der sich dann gern in der Rolle des Vordenkers sieht.

So schön die Funktionen auch seien, so sehr freue er sich aber auch, wenn er abends nach einem Termin nach Hause kommt. Meist sucht er dann Entspannung beim Lesen. Wigald Bonings 'Bekenntnisse eines Nachtsportlers' hat er sich im Moment vorgenommen. Bei ihm selbst, so bedauert er, komme der Sport zu kurz. Trotzdem will er bald wieder mit dem Joggen beginnen. Schließlich muss er bis Sommer nächsten Jahres fit sein. Mit Bekannten will er dann zu Fuß über die Alpen bis nach Meran wandern. Ohnehin gehört Reisen zu seinen liebsten Beschäftigungen. Gern erinnert er sich an die vor 20 Jahren unternommene sechswöchige Tour mit dem Wohnmobil durch die Türkei. Eher mit dem Flieger will er ein anderes Ziel erreichen: das weltberühmte indische Mausoleum Taj Mahal. Dann sei er einer der Touristen, die Geld ins Land bringen, schmunzelt er, und denkt dabei schon wieder an Marktoberdorf und wie es für Urlauber attraktiver werden kann. Marktoberdorf lasse ihn nun einmal nicht los.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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