Tierquälerei
Im Ostallgäu zum siebten Mal Pferde schwer verletzt

Die Serie von Pferdequälereien im Allgäu nimmt kein Ende. Jüngster Fall: Wie die Polizei gestern mitteilte, waren bereits in der Nacht zum Freitag zwei Tiere auf einer Koppel bei Halblech (Ostallgäu) verletzt worden. Einer Stute wurde eine Stichverletzung im Bereich des Unterbauchs zugeführt, ein Pony trug eine etwa fünf Zentimeter lange Schnittwunde davon.

Gemeldet wurde der Polizei jetzt auch eine Tierquälerei, die schon längere Zeit zurückliegt. Demnach hat ein Unbekannter bereits Ende April einer Stute bei Bodelsberg (Gemeinde Durach/Oberallgäu) eine Stichverletzung im Bereich des Halses zugefügt. Das Tier hatte sich auf einer Koppel aufgehalten, wie die Polizei gestern mitteilte.

Ähnliche Vorgehensweise

Unklar ist laut Polizeisprecher Michael Hämmer, ob die einzelnen Taten im Unter-, Ober- und Ostallgäu vom selben Täter begangen wurden. Insgesamt sind inzwischen sieben angezeigte Taten aktenkundig geworden, bei denen acht Pferde verletzt wurden. In allen Fällen sind die Tiere mit einem spitzen Gegenstand verletzt worden - möglicherweise mit einem Messer. Sie mussten tierärztlich versorgt werden. Glücklicherweise sei kein Pferd aufgrund der Verletzungen gestorben, so die Polizei.

<< Wir würden uns wünschen, dass die Bevölkerung wachsam bleibt und auffällige Beobachtungen möglichst umgehend gemeldet werden >>, so Polizeisprecher Hämmer. Es seien bereits mehrere Hinweise eingegangen, eine heiße Spur habe man gleichwohl noch nicht, so die Auskunft aus dem Polizeipräsidium Schwaben Süd/West.

<< Wir werden im Bereich von Pferdekoppeln auch verstärkt Streife fahren >>, kündigte Hämmer an. Besonders wendet sich die Polizei an Jäger und Förster sowie an alle, die ihre Freizeit oft draußen in der Natur verbringen.

Möglichst nachts im Stall lassen

Die Polizei empfiehlt Pferdehaltern, die Tiere nachts im Stall zu lassen - soweit dies möglich ist. Auch Kontrollgänge im Außenbereich von Stallungen zu unregelmäßigen Zeiten - am besten zu zweit und mit Handy - könnten hilfreich sein und einen Täter abschrecken. Für sachdienliche Hinweise zur Ergreifung des oder der Täter hat eine Privatperson inzwischen eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro ausgesetzt. Die Vergabe dieser Belohnung ist aber ausschließlich eine Privatsache, für die die Polizei nicht zuständig ist.

Sachdienliche Hinweise an die Polizei unter Telefon 0831/9909-0.

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