Honsolgen / Hausen
«Im Gefüge fehlt das Geld»

Anzeichen für den Aufschwung sah Bürgermeister Josef Schweinberger bei der Bürgerversammlung der Ortsteile Honsolgen (563 Einwohner) und Hausen (91 Einwohner), zu der etwa 40 Besucher ins Vereinsheim gekommen waren. Vor allem die Bauanträge würden «anlaufen». Wie bereits in der Versammlung in Buchloe (wir berichteten) ging es im Rechenschaftsbericht vor allem um die Haushaltssituation und die aktuellen Projekte der Stadt.

Im Zusammenhang mit dem Neubau der Wasserbehälter biete sich der Bau einer zentralen Wasserenthärtung an, erklärte das Stadtoberhaupt. Alleine in einer einzigen ihm bekannten Wohnanlage würden zum Beispiel jährlich sechs Tonnen Salz «ins Kanalnetz gejagt». Energisch setzte sich Schweinberger dem immer wieder aufkommenden Gerücht zur Wehr, das Hallenbad werde geschlossen. «Kein Gedanke» werde daran verschwendet, versicherte er.

Als «große Gemeinschaftsleistung in Hausen» lobte das Stadtoberhaupt den neu gestalteten Dorfplatz und bedanke sich für «dieses große Engagement». Der Platz sei «absolut toll geworden».

Als einziger Standort für Windräder komme der Höhenzug östlich der Singold beim Koppenhof in Frage. Die Flächen müssten diesbezüglich unter Einbindung des Flughafens Penzing wegen der Einflugschneise geprüft und wenn möglich im Flächennutzungsplan ausgewiesen werden. Die hätte den Vorteil, dass dann automatisch die übrigen Flächen für Windkrafträder tabu wären.

Die Pro-Kopf-Verschuldung wollte Albert Frei bei der Diskussion wissen. Mit etwa 1600 Euro liege diese wesentlich über dem bayerischen Durchschnitt von 700 Euro für vergleichbare Städte. Aber es seien auch «entsprechende Werte» da, erklärte Schweinberger. Etwa die im Besitz der Stadt befindlichen Gewerbegrundstücke im Wert von etwa 8,8 Millionen Euro.

Das vorherrschende Baumaterial für den neuen Kindergarten Don Bosco erfragte ein Honsolgener Bürger im Hinblick auf die großen Waldflächen der Stadt Buchloe. «Kein Holzbau und kein Flachdach» war die Antwort. Allgemeines Unverständnis äußerte man in der Versammlung über die damalige «billige» Bauweise mit der Folge, dass das Gebäude nach nur 35 Jahren «platt gemacht» werden muss.

Für die Kirche in Hausen wäre ein «Nordzugang» wünschenswert, meinte ein weiterer Bürger. «Aber nicht unbedingt notwendig» konterte Schweinberger, denn es fehle «jeder Euro irgendwo».

Und in diesem Sinne schloss auch die Versammlung - im «Gefüge fehlt das Geld, sparen bleibt angesagt» meinte Schweinberger. Von Vereinsseite nahm er noch viel Lob mit nach Hause. «Wir freuen uns schon auf den nächsten Sommer», meinte Thomas Port (Feuerwehr) bezüglich des Dorfplatzes in Hausen. Den Dankesworten schlossen sich auch Georg und Xaver Lang an.

Die Bürgerversammlung für den Stadtteil Lindenberg findet am Montag, 19. Oktober, um 20 Uhr im Schützenheim Lindenberg statt. Auf der Tagesordnung stehen der Jahresbericht von Bürgermeister Josef Schweinberger und sonstige gemeindliche Angelegenheiten. Außerdem können Wünsche und Vorschläge vorgebracht werden.

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