Amnesty International
Im Einsatz für Gefolterte

Mit der Kaufbeurerin Felicitas Weileder bekommt Amnesty International für den Bezirk Schwaben erstmals eine eigene Jugendreferentin. Die 18-jährige Schülerin ist seit 2006 bei der Organisation aktiv, die sich unter anderem für politisch Verfolgte oder Folteropfer einsetzt, und hat damals eine Jugendgruppe an ihrer Schule in Kaufbeuren gegründet. Im Oktober wählten die Amnesty-Gruppen im Bezirk Augsburg sie zur Jugendreferentin.

Die gebürtige Kemptenerin ist in Kaufbeuren aufgewachsen, geht auf das Jakob-Brucker-Gymnasium und will im Frühjahr 2011 ihr Abitur machen. Ihr Interesse für Amnesty International wurde durch den Fall eines Jugendlichen aus Russland geweckt, den die Menschenrechtsorganisation beim Kinderkulturtag an ihrer Schule vorgestellt hatte. Das Schicksal des Jugendlichen, dem wegen eines Diebstahls die Arme abgehackt werden sollten, hat die damalige Fünftklässlerin so stark bewegt, dass sie anfing, sich regelmäßig bei der Aktion «Briefe gegen das Vergessen» von Amnesty zu beteiligen. Zwei Jahre später, im Oktober 2006, hat sie an ihrer Schule zusammen mit drei Mitschülern eine Jugendgruppe gegründet, die schnell auf bis zu 13 Mitglieder anwuchs.

Die Gruppe in Kaufbeuren besteht zwar immer noch, aber in den vergangenen zwei Jahren hat sie sich stark verkleinert, da viele Mitglieder ihr Abitur gemacht haben. Für die aktive Schülerin ist dies umso mehr ein Grund, sich weiter in der Jugendarbeit zu engagieren. Als Jugendreferentin möchte sie die bestehenden Jugendgruppen im Bezirk vernetzen. «Ich habe eine Facebook-Gruppe gegründet, in der sich die Jugendlichen austauschen können. Auch stehen dort alle wichtigen Termine», erklärt Weileder. Ihre Hauptaufgabe sieht die frischgebackene Jugendreferentin darin, Ansprechpartner für Lehrer, Schüler und andere Interessenten zu sein.

Zurzeit gibt es im Bezirk Schwaben drei Jugendgruppen, außerdem engagieren sich noch viele Jugendliche in den lokalen Ortsgruppen von Amnesty International, von denen es sechs im Bezirk gibt. Bundesweit gibt es über 80 Jugendgruppen und mehr als 430 lokale Ortsgruppen. Eine Jugendgruppe hat den Vorteil, dass die Jugendlichen auch an ihrer Schule aktiv werden können - die Unterstützung der Schulleitung vorausgesetzt - und dadurch ihr Anliegen besser an ihre Mitschüler herantragen können. Nach dem Abitur will Felicitas Weileder zunächst über ein Freiwilliges Soziales Jahr eine Friedensorganisation im Ausland unterstützen und danach Geschichte studieren. Ihre berufliche Zukunft kann sie sich sehr gut bei einer Organisation wie Amnesty International vorstellen. (az)

Kontakt zu Felicitas Weileder per Mail unter felicitasweileder@gmx.de oder unter Telefon 08341-40476

www.amnesty-augsburg.de

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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