Fluss-Surfer
Iller-Surfer: Auf der Welle des Erfolgs

Viereinhalb Grad ist die Iller derzeit kalt. Joachim Schrade würde trotzdem nur zu gerne in das eisige Wasser steigen. Wenn nur etwas mehr davon da wäre. Weil der Fluss seit einiger Zeit Niedrigwasser führt, sitzen Schrade und die anderen Kemptener Surfer derzeit regelrecht auf dem Trockenen. Was sie im Übrigen nicht davon abhält, weiter an ihrem großen Traum - einer speziellen Surfwelle in der Iller - zu feilen. So wollen die noch vor einem Jahr in Kempten weitgehend unbekannten Surfer demnächst ganz offiziell einen Verein gründen. Und auch bei der Iller-Arbeitsgruppe der Altstadtfreunde sind die Surfer im Boot. Wie berichtet, sollen entlang des «Illerstrands» neue Sport-, Kultur- und Gastronomieangebote entstehen. Nächste Woche findet die nächste Sitzung statt.

Joachim Schrade ist so etwas wie der Altmeister der noch recht jungen Kemptener Surfszene. Schon vor vielen Jahren ging er mit dem Brett aufs Illerwasser - damals noch in Hegge. Nach dem Einbau einer Fischtreppe war es damit jedoch vorbei. Weshalb Schrade und die anderen Surfer für ihr Hobby heute ein << Hilfsmittel >> benötigen: ein Bungeeseil. << Brückenhänger >> nennen sich die Illersurfer - womit eigentlich schon alles erklärt ist. Die Sportler hängen sich mit ihrem Seil am Geländer des Illerstegs ein.

Worum die Surfer allerdings lange lieber keinen großen Wind machten - immerhin bewegen sie sich bis heute in einer rechtlichen Grauzone. Denn in Kempten besteht ein Badeverbot für die Iller. Zuletzt 1996 festgezurrt in der << Verordnung über das Baden und das Betreten und Befahren von Eisflächen in der Stadt Kempten >>.

Demnach kann es fürs Baden in Iller, Rottach und Stadtweiher sogar Bußgelder hageln.

Die Illersurfer mit Strafen zu belegen, daran denkt derzeit keiner. Vor allem nicht, seit sie vergangenen August eigens eingeladen worden waren zur Teilnahme am Extremsporttag der Allgäuer Festwoche. Aus dem Stand kamen damals binnen weniger Wochen rund 1000 Unterschriften für eine so genannte << stehende Welle >> in der Iller zusammen. An der möglichen Technik werde gearbeitet, so Schrade. Dann komme es auf die Einschätzung des Wasserwirtschaftsamt an.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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