Westallgäu
IHK sucht dringend Prüfer

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Ausbildungsverträge im Landkreis Lindau deutlich gestiegen. Die erfreuliche Entwicklung bringt freilich auch ein Problem mit sich. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) benötigt dringend neue Prüfer, um die ehrenamtliche Arbeit auf «mehr Schultern verteilen zu können», wie es Regionalgeschäftsführer Markus Anselment bei einem Pressegespräch formuliert hat.

Viele Unternehmen in der Region haben ihre Anstrengungen im Bereich der Ausbildung erheblich verstärkt. Zum einen, um dem erwarteten Fachkräftemangel zu begegnen, zum anderen aber auch, um jungen Leuten eine berufliche Perspektive zu geben. 1000 Ausbildungsverträge gibt es derzeit im Landkreis Lindau im Zuständigkeitsbereich der IHK, also ohne das Handwerk. Über 30 Prozent mehr als noch vor drei Jahren. Am Ende ihrer Ausbildung werden die jungen Leute vor einen Prüfungsausschuss treten. Besetzt ist er mit mindestens drei ehrenamtlichen Prüfern - jeweils ein Arbeitgeber, ein Arbeitnehmer und ein Berufsschullehrer. «Wer in der Praxis tätig ist, kann am ehesten abschätzen, ob jemand die Qualifikation hat, ein IHK-Zertifikat zu erhalten», erklärt Markus Anselment den Sinn der Besetzung.

Für den gestiegenen Bedarf an Prüfern gibt es neben der Zahl an Auszubildenden noch zwei andere Gründe. Zum einen gibt es bei den Prüfern «natürlichen Wechsel», zum anderen bedeuten neue Prüfungsordnungen einen höheren Aufwand. «Die Entwicklung geht weg vom Wissensabfragen hin zum Testen von Kompetenz», erklärt Friedhelm Rennhak, Leiter des Geschäftsfeldes Aus- und Weiterbildung bei der IHK Schwaben. Das bedeutet auch für die Prüfer immer wieder sich fort- und weiterzubilden.

Von der Aufgabe profitieren die ehrenamtlich Tätigen genauso wie ihre Betriebe, ist Rennhak überzeugt. «Langjährige Prüfer werden überall als Fachleute anerkannt», sagt er und spricht in dem Zusammenhang von einem «Mehrwert» für die Beschäftigten. Rennhak: «Es gibt keine bessere Fortbildung als als Prüfer eng mit anderen Fachleuten aus dem Beruf zusammenzuarbeiten».

Von diesem Wissen profitieren auch die Unternehmen, die ihre Beschäftigten für die Prüfungstätigkeit abstellen. Und: «Die Betriebe wissen ganz genau, wo die Schwerpunkte bei den Prüfungen liegen», sagt der IHK-Fachmann in Sachen Aus- und Weiterbildung. Interessenten macht Rennhak das Amt des Prüfers noch mit einem weiteren Argument schmackhaft. «Es macht einfach Spaß, vor allem wenn man erlebt, wie die jungen Leute sich über eine bestandene Prüfung freuen».

Für Interessenten an einer Prüfertätigkeit bietet die IHK am Donnerstag, 23. Juli eine Informationsveranstaltung bei der Hochland AG in Heimenkirch an. Anmeldungen bei Theresa Joachim, Telefon (08382) 938334, E-Mail: Theresa.Joachim@Schwaben.ihk.de

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