Klimageschädigter Wald
IG BAU fordert mehr Forstpersonal in Kempten

Dürre, Hitze und Stürme setzen dem Wald zu. Die IG BAU fordert mehr Forstpersonal, um den klimagerechten Umbau heimischer Wälder voranzubringen. (Symbolbild)
  • Dürre, Hitze und Stürme setzen dem Wald zu. Die IG BAU fordert mehr Forstpersonal, um den klimagerechten Umbau heimischer Wälder voranzubringen. (Symbolbild)
  • Foto: IG BAU
  • hochgeladen von Stephanie Eßer

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) warnt davor, dass immer mehr heimische Bäume Dürren, Stürmen und Schädlingen zum Opfer fallen, sollte nicht "deutlich mehr für den klimagerechten Umbau der Wälder" getan werden. Außerdem fordert die Gewerkschaft auch in Kempten zusätzliches Forstpersonal.

Das im Jahr 2017 von der Staatsregierung angekündigte zusätzliche Personal könne nur ein erster Schritt sein, erklärt die IG BAU in einer Mitteilung. Konkret heiße es von der Regierung, zum Jahr 2030 insgesamt 200 neue Stellen in der Bayerischen Forstverwaltung zu schaffen. Die Einstellung des Personals müsse laut Michael Jäger, Bezirksvorsitzender der IG BAU Schwaben, zudem schneller erfolgen. Angesichts des Ausmaßes der Schäden sei auf der gesamten Waldfläche Bayerns langfristig noch mehr Personal nötig, heißt es in der Mitteilung weiter.

In Bayern werden von 2018 bis 2020 nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums voraussichtlich rund 26,5 Millionen Kubikmeter Schadholz anfallen. Durch extreme Wetterlagen und Schädlinge wie dem Borkenkäfer könnte bis Jahresende eine Waldfläche von rund 16.100 Hektar vernichtet sein, so die IG BAU.

Wälder an den Klimawandel anpassen: eine "Mammutaufgabe"

"Auch wenn zuletzt mehr Regen fiel als in den Vorjahren, bleibt die Lage für die Bäume dramatisch. Neben den besonders anfälligen Monokulturen aus Fichten und Kiefern trifft es mittlerweile sogar die Buche", sagt Jäger. Diese in Deutschland heimische Art leide zunehmend unter ausgetrockneten Böden und Pilzbefall.

Zusätzliche Mischwälder und an den Klimawandel angepasste Baumarten müssten gepflanzt werden, um die Wälder für den Klimawandel zu wappnen. "Das aber ist eine Mammutaufgabe, für die es viel mehr Personal im gesamten öffentlichen und privaten Forst braucht als bislang. Betriebe sollten deshalb auch mehr ausbilden und Azubis übernehmen", betont der Gewerkschafter.

Der Nachholbedarf beim Waldumbau ist laut der IG BAU enorm. Das habe die letzte Bundeswaldinventur gezeigt. Demnach machen Nadelbäume fast zwei Drittel der 2,6 Millionen Hektar des bayerischen Waldes aus.

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