Riezlern / Oberstdorf
Ifen-Lifte sollen modernisiert werden

Die Ifen-Bergbahn samt Skiliften hat den Besitzer gewechselt: Die Bergbahnen Kleinwalsertal/Oberstdorf haben die Anlagen von der schwäbischen Unternehmerfamilie Merckle und Mitinhaber Alfons Herz (Kleinwalsertal) übernommen. Nach dem Suizid des Unternehmers Adolf Merckle im Januar dieses Jahres war immer wieder über die Zukunft des Bergbahn-Unternehmens spekuliert worden.

Zu den Bergbahnen Oberstdorf/Kleinwalsertal, die mit dem Logo «Das Höchste» werben, gehören jetzt die Seilbahnen und Lifte am Fellhorn, an der Kanzelwand, am Walmendingerhorn, am Nebelhorn und offiziell ab 1. Juli nun auch am Ifen.

Über den Kaufpreis des am Donnerstag beim Notar getätigten Geschäfts wurde Stillschweigen vereinbart. Das Ifen-Skigebiet ist wegen seiner besonderen landschaftlichen Schönheiten - es liegt unmittelbar am so genannten Gottesacker-Plateau - bei Wintersportlern beliebt. Ende der 90er Jahre war eine Modernisierung der Anlagen zwar genehmigt worden, nicht jedoch ein Sommerbetrieb im oberen Teil.

«Gute Ergänzung»

Der Sanierungsbedarf wird auf etwa 40 Millionen Euro geschätzt. Das Ifen-Gebiet sei eine «gute Ergänzung zum bisherigen Bergbahn-Quartett», betonte gestern Bernd Kuhn, Aufsichtsrats-Vorsitzender der Kleinwalsertaler Bergbahnen. Kemptens OB Dr. Ulrich Netzer sagte als Aufsichtsratsvorsitzender des Allgäuer Überlandwerks (AÜW), der Stromversorger und die Raiffeisenbank Kleinwalsertal Holding wollten als Gesellschafter der Bergbahnen «die Wirtschaft in der Region insgesamt stärken». Dazu zählten derartige Investitionen in die touristische Infrastruktur.

Augustin Kröll, Chef von Fellhorn- und Kanzelwandbahn, erklärte, für die Sanierung des Gebiets müsse unter Einbeziehung von Fachleuten zunächst ein Gesamtkonzept erstellt werden. Dabei gehe es in erster Linie um den Winterbetrieb. In diesem Jahr wird nichts mehr gebaut. «Der Ifen ist ein sensibles Gebiet, das ist uns sehr wohl bewusst», so Krölls Vorstandskollege Georg Fahrenschon.

Das Karst-Gebiet mit seinen Rissen und Dolinen gilt als einzigartig in den Nördlichen Kalkalpen. Dort befindet sich auch das Hölloch, das mit Abstand größte Höhlensystem im Allgäu. Wegen des besonderen ökologischen Werts hatten die zuständigen Genehmigungsbehörden in den vergangenen Jahren eine Genehmigung für einen Sommerbetrieb im oberen Teil abgelehnt.

Die neuen Besitzer der Anlagen wollen das bisherige Personal komplett übernehmen.

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