Dietmannsried / Ostallgäu
Ideen entwickeln und Visionen haben

94 Absolventen der Landwirtschaft wurden in der Dietmannsrieder Festhalle freigesprochen. Sie kamen aus dem Einzugsgebiet des Berufsbildungsamts Kempten sowie aus den Landkreisen Unterallgäu und Weilheim. Ausbildungsberater Bernhard Miller betonte, dass von den 97 angetretenen Prüflingen 94 bestanden. Das sei eine sehr geringe Durchfallquote, wie auch Dr. Alois Kling vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) meinte.

Interessant wiederum war die Zusammensetzung: 44 absolvierten die reguläre Ausbildungszeit von drei Jahren, zehn Prüflinge nahmen als sogenannte Zweitberufler eine Verkürzung der Ausbildungszeit in Anspruch und 43 besuchten die Alpwirtschaftsakademie Immenstadt oder das Bildungsprogramm Landwirtschaft in Kaufbeuren. Voraussetzungen dafür sind eine außerlandwirtschaftliche Ausbildung plus mindestens vierjährige Berufspraxis. Von der Herkunft der Prüflinge dominierte der Landkreis Ostallgäu (41), 35 kamen aus dem Oberallgäu, elf aus dem Landkreis Lindau und zehn aus den Landkreisen Unterallgäu und Weilheim-Schongau. Miller sprach die Absolventen frei und entließ sie als Gesellen. Trotz der schwierigen Lage der Landwirtschaft riet er: «Seid kreativ, entwickelt Ideen und habt Visionen.»

Ermunternde Worte

Prüfungsvorsitzender Karl Liebherr ließ die Stationen der Prüfung Revue passieren. «Erfolg besteht aus Fleiß, Ausdauer, Begabung und Glück», schrieb er den jungen Landwirten ins Stammbuch. Die theoretische Prüfung umfasste die Bereiche Pflanzenproduktion, Tierproduktion sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Der Notengesamtschnitt von 2,97 wurde als «durchschnittlicher Jahrgang» gewertet. Mit der praktischen Prüfung, die auf acht Betrieben durchgeführt wurde, kam insgesamt dennoch ein Ergebnis heraus, auf das «die jungen Landwirte stolz sein können».

Der Kemptener Berufsschulleiter Klaus Hlawatsch stellte fest, dass «das moderne Gesicht der Landwirtschaft von gut ausgebildeten Junglandwirten geprägt wird». Werner Günter vom AELF Kaufbeuren erinnerte daran, dass die Herausforderungen der Zukunft in gesunden Nahrungsmitteln, einer sicheren Energieversorgung und der sauberen Umwelt liegen.

Mit einem aufwendigen Bühnenbild gestalteten die Kemptener Absolventen in ihrer Einlage eine «Gesellenprüfung 1869». Die Jungspunde ließen ihre Prüfer von 2009 die Prüfung anno 1869 bestehen. Gut schlugen sie sich etwa beim Dengeln einer Sense oder beim Sägen dicker Stämme, urteilten die Absolventen schließlich.

Höhepunkt des Abends war die Zeugnisübergabe. Mit einem Notenschnitt von 1,39 war Martin Deubele aus dem Westallgäuer Weiler Mittelhofen (Stiefenhofen) Jahrgangsbester.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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