Ich habe Erfahrungen gemacht, die ich nicht missen möchte

Kempten | az | 'Das Jahr war ein wichtiger Schritt und ich durfte Erfahrungen sammeln, die ich nicht missen möchte', sagt Olga 21 Jahre, die in einem Altenheim im Allgäu arbeitete. Sie ist eine von 99 Teilnehmerinnen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ), die von ihrem Träger, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, über ihren FSJ-Einsatz befragt wurden.

Die Befragung führten die drei Mitarbeiterinnen der Regionalstelle Kempten durch, um Qualität und insbesondere Wirkungen des FSJ festzustellen und zu dokumentieren. Anhand eines umfangreichen Fragebogens wurden die Teilnehmer zu ihrer Arbeitssituation befragt und was ihnen das FSJ persönlich und für ihre Berufswahl gebracht hat. Die Auswertung zeigt, dass die vielfältigen Erfahrungen des Sozialen Jahres einen hohen Stellenwert für die Entwicklung und den Lebensweg der Jugendlichen haben.

'Ich hätte nie gedacht, dass mir die Arbeit mit älteren Menschen so gefällt. Es hat mir viel für mein weiteres Leben gegeben', sagt beispielsweise die 17-jährige Sabrina aus Kempten. Und die 18-jährige Lisa meint: 'Durch kranke Menschen bekommt man einen Spiegel vorgehalten. Man lernt sich selbst besser kennen und merkt, wie man auf Menschen wirkt.'

Auswirkungen auf Berufswunsch

Die Jugendlichen arbeiteten in Krankenhäusern, Altenheimen, Einrichtungen für behinderte Menschen und in Kindertagesstätten. Damit erhielten sie einen Einblick in das soziale Berufsfeld und lernten Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen. Bei 66 Prozent der Befragten wurde so der Berufswunsch bestärkt, bei 21 Prozent geändert.

'Mir hat das FSJ viel gebracht und ich weiß jetzt genau, dass ich im sozialen Bereich bleiben möchte', so eine der Teilnehmerinnen. Und der Abiturient David (20) beschreibt es so: 'Ich werde das Soziale Jahr als unheimliche Bereicherung in Erinnerung behalten.' So wie er würden sich 94 Prozent wieder für ein FSJ entscheiden.

Auf die Frage wie ihnen der Kontakt zu den Betreuten gefiel, antworteten 45 Prozent mit 'sehr gut', 42 Prozent mit 'gut' und 8 Prozent mit 'gefällt mir'. Auch die Atmosphäre in der Einsatzstelle und die Mitwirkung im Team wurden überwiegend positiv bewertet. Die Teilnehmer beschreiben, dass sie gut eingearbeitet wurden und die Vorgesetzten und Kolleginnen sich oft für sie Zeit nahmen.

Erfahrungen austauschen, Neues lernen, Abwechslung zur Arbeit, Kontakt zu anderen Freiwilligen - diese Möglichkeiten gab es in den begleitenden Seminarwochen. Dabei setzten sich die Teilnehmer auch mit schweren Themen wie Tod und Sterben aber auch mit der eigenen Person auseinander.

Weitere Informationen zu der Befragung gibt es in der Regionalstelle des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Schumacherring 15, 87437 Kempten, Telefon 0831/9606573, Fax 0831/9606578.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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