Lindenberg
Hutkönigin mit Modellen von Mayser nach Ascot

Ein bisschen Farbe, die zum ecrufarbenen Kostüm passt; auffällig, aber dennoch elegant, nicht zu flippig, aber groß: Das war die grobe Absprache zwischen Hutkönigin Conny Brendle und Mayser-Modistinmeisterin Ulrike Assfalg. In knapp zwei Wochen fliegt Brendle zur königlichen Pferderennwoche ins englische Ascot. Gestern nahm die Lindenberger Majestät bei Mayser zwei Hutunikate in Empfang, mit denen sie sich und die Stadt in Großbritannien präsentieren will.

Bei dem «Hauptmodell», das Brendle beim «Ladies Day» tragen wird, hat sich Assfalg für dunkle Malve entschieden - und Brendle ist begeistert. Nicht nur von der Farbwahl, sondern von der Gesamtkonstruktion des Strohhutes: den zwei eingefärbten Rändern, «die den Hut interessanter machen» (Assfalg), dem leichten Schleier, den Perlen und Federn. «Dieser Hut ist einfach stimmig. Er ist nicht vergleichbar und es gibt ihn kein zweites Mal», so das Urteil der 42-jährigen Hutkönigin. Auch das zweite Modell - ein «modernes Stirnband», wie Assfalg es beschreibt - ist auf die Farbe ecru abgestimmt. Die Hauptfarbe ist schwarz - «das passt immer», so Brendle.

Jeweils drei Arbeitstage hat Assfalg mit ihrem Team in jeden Hut gesteckt - Ideenfindung nicht mit eingerechnet. «Jeder Paillettenstift ist einzeln aufgenäht. Und das kostet Zeit», erklärt die Meisterin. Aber in der «High-Society der Hüte» möchte Brendle den anderen Damen in Ascot in nichts nachstehen. Daher hofft sie, dass Fachleute die hohe Qualität ihrer Kopfbedeckungen erkennen.

800 bis 1000 Euro würde jedes Modell kosten. Brendle bekommt beide kostenlos von der Firma Mayser. «Die Hutkönigin macht Werbung für die Lindenberger Hutindustrie und letztlich auch für Mayser», sagt Dr. Günther Bischoff, Leiter der Abteilung Kopfbedeckungen bei Mayser.

Für Assfalg war es eine «echte Herausforderung», nicht nur was für die Masse zu entwerfen. Die 47-Jährige ist zufrieden mit dem Resultat und ein bisschen stolz darauf, dass ihre Entwürfe bald nach England reisen.

Bei Brendle stellt sich mittlerweile echte Vorfreude ein. Und jetzt, wo sie die zwei Unikate in einer großen Hutschachtel mit nach Hause nehmen konnte, legt sie letzte Hand aan ihr Outfit - da wird das farblich passende Make-up ausgewählt und vielleicht durch ein kleines Schmuckstück ergänzt. Das alles mit der leisen Hoffnung, vielleicht der Queen persönlich zu begegnen.

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