Bad Hindelang-Oberjoch
Hotelprojekt am Oberjoch erntet ungeteilten Beifall

Ein «dickes Konjunktur-Programm» rein von privater Seite? Hindelangs Bürgermeister Adalbert Martin glaubt daran. Jedenfalls nach der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats zeigte er sich zutiefst zufrieden damit, dass eine Bau- und Immobilien-Gesellschaft aus dem Unterallgäu ernsthaft nicht nur ein Vier-Sterne-Superior-Hotel im hochgelegenen Ortsteil Oberjoch errichten will, sondern gleich auch noch den Hotelier mitbringt und keinerlei Geheimniskrämerei um das auf 15 Millionen Euro geschätzte Tourismus-Projekt betreibt.

«Ein Glücksfall», so beschrieb der Rathaus-Chef das Szenario, das er bereits bei einer Bürgerversammlung angedeutet hatte (wir berichteten). Das Kommunalparlament sieht es genauso. Einstimmig wurden die planerischen Grundlagen angebahnt, damit möglichst im kommenden Frühjahr der Baubeginn und 2011 die Eröffnung der 200-Betten-Herberge inklusive einer Wellness-Abteilung erfolgen kann. Ein auf das Hotel zugeschnittener Bebauungsplan muss für die jetzige 1,2 Hektar große grüne Wiese zwischen B 308, Pass-Straße, Iseler-Talstation und Gäste-Amt aufgestellt werden. «Noch ist das Amen in der Kirche nicht gesprochen», deutete der Bürgermeister auf das bei den Räten herumgereichte Modell einer um einen Innenhof herumgruppierten Anzahl mehrerer Gebäude. Aber immerhin könne man angesichts des «groben Vorschlags» sehen, wo es hingeht.

Partner bei dieser «wertvollen Ergänzung der Hindelanger Tourismus-Leitbetriebe» (Martin) soll Gerhard Breher werden, der in Bad Grönenbach eine Bau- und Immobilien-GmbH führt und im Ratssaal die Absichten seiner Firma erläuterte. Breher hat, wie er versicherte, bereits einen Hotelbetreiber an der Hand. Es soll Werner Bös werden, der in Ottobeuren bereits ein Vier-Sterne-Haus führt und auch in Biberach in Oberschwaben im Hotel-Metier aktiv ist. Die planerischen Voraussetzungen für die Hotel-Ansiedlung scheinen so schlecht nicht zu sein. Entweder gehören die Grundstücke bereits der Gemeinde, oder sie hat zumindest das Zugriffsrecht darauf. Zudem hat das in die Absichten eingeweihte Landratsamt das Projekt laut Martin für «machbar» erklärt. Da wollte das Kommunalparlament kein Wasser in den Wein gießen.

Albert Keck von der Freien Wählerschaft Bad Oberdorf (FWB) kann sich das Hotel so vorstellen. Und Hubert Geißler von der Wählergemeinschaft Oberjoch (WGO, selbst ein Hotelier, macht einen zufriedenen Eindruck, nachdem ihm versichert wurde, dass in seinem Ort keinerlei Appartements mit Küchenzeilen entstehen sollen: Zweitwohnungen also ausgeschlossen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

4 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by Gogol Publishing 2002-2019