Bad Hindelang
Hotelpläne am Oberjoch nehmen Konturen an

Die Pläne, ein 15 Millionen Euro teures Vier-Sterne-Wellness-Hotel am Oberjoch zu bauen, nehmen weiter Gestalt an. Am Mittwochabend hat der Marktgemeinderat Bad Hindelang einstimmig beschlossen, den Flächennutzungsplan den Wünschen des Investors anzupassen und einen Bebauungsplan unter der Bezeichnung «Pass-Straße Oberjoch» auf die Reise zu schicken.

Beides ist als Grundlage notwendig, damit der Investor Gerhard Breher aus Bad Grönenbach mit dem beabsichtigten 220-Betten-Haus vielleicht schon im Frühjahr 2010 beginnen kann. Die Gemeinde hat das Lindauer Stadtplanungs-Büro von Hubert Sieber beauftragt, ein Konzept zu schneidern, das auch auf die Belange der Oberjoch-Bewohner Rücksicht nimmt. Bei einer Ortsteilversammlung war Kritik daran geübt worden, dass das Projekt zu massiv in Erscheinung treten könnte.

Wie Bürgermeister Adalbert Martin in der Sitzung darlegte, will der Investor schon von sich aus die Nutzfläche reduzieren. An der Zahl der beabsichtigten 110 Zimmer, die in mehreren um einen Innenhof herumgruppierte zwei- bis dreigeschossige Bauten untergebracht werden sollen, ändert sich laut Martin zwar nichts. Aber die Hauptnutzfläche soll auf maximal 2000 Quadratmeter verringert werden.

Hotel ist gewünscht, aber Bedenken nicht ignorieren

Dies ist auch im Sinne der beiden Ratsmitglieder Thomas Karg und Albert Keck (Freie Wähler Bad Oberdorf), die sich zu den Wandhöhen und Höhenprofilen äußerten und ergänzende Maßgaben in den Ratsbeschluss einbrachten. «Die Bevölkerung will größtenteils das Hotel, aber man muss auf Bedenken Rücksicht nehmen», hielt Keck fest.

«Das wird vom Gebäudeprofil her kein Riesenklotz», beruhigte der Stadtplaner die Kommunalpolitiker. Er hat zusammen mit seinem Team die Aufgabe, den notwendigen Bebauungsplan so zu gestalten, dass das Projekt in den Ort und in die Landschaft passt. Noch ist das Areal eine grüne Wiese im Zwickel zwischen B 308 und B 310. Doch zur bebauten Ortslage mit Iseler-Talstation und Gästeamt ist es nicht weit.

Bislang war das Areal laut dem alten und gerade in der Überarbeitung befindlichen Flächennutzungsplan nur als Fläche für Freizeit und Sport vorgesehen gewesen. Jetzt soll ein «Sondergebiet Hotel» ausgewiesen werden.

Noch ist einiges an Planungsvorbereitung zu erledigen, weil auch die Pass-Straße in einem Teilbereich verlegt werden muss. Dies allein erfordert einen Aufwand von rund 160000 Euro, was laut Bürgermeister Martin aber nicht Sache der Gemeinde sein kann. Da auch Restbestände eines Moores betroffen sind, müssen zudem Ausgleichsflächen geschaffen werden. Die Bürger und die Behörden werden ins weitere Verfahren eingebunden. Martin: Wir bereiten nichts im stillen Kämmerlein vor.»

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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