Bolsterlang
Hoher Spaßfaktor mit sehr viel Action

Er zögert. Fährt einen Bogen mit seinen Skiern, noch einen. Die Kanten graben sich in den knirschenden Schnee. Er saust auf das Hindernis zu, zischt den Kick hoch, auf halber Höhe hebt es ihn in die Luft. Vor dem ausladenden Bergpanorama ragen seine Ski für Sekundenbruchteile in den strahlenden Himmel, er tippt sie mit der Hand an, dann ist er schon hinter dem Kick verschwunden.

«Na, der war zu langsam.» René Petersmann, 45, Betriebsleiter der Hörnerbahn, schmunzelt. Er hat dem Fahrer schon von weitem angesehen, dass er das meterhohe Obstacle nicht ganz nehmen wird. «Aber ausprobieren reicht ja meistens schon.» Zumindest bei einem außergewöhnlichen Hindernis.

Die Bolsterlanger Obstacles werden natürlich häufiger gefahren und jeden Tag von den Raupenfahrern präpariert. Einmal die Woche schaut ein Mitarbeiter von Schnee-stern nach dem Rechten, aber auch öfter, wenn die Piste es benötigt. Die Kemptener Firma Schneestern hat den Bolsterlanger Park geplant, seit 2001 gibt es ihn.

Hindernis nur für Profis

Neben der Instandhaltung wird der Park auch kontinuierlich erweitert. Dieses Jahr mit einer großen Attraktion: Eine Obstacle-Formation, vier Meter hoch, die ursprünglich für den «Big Bäng Bolsterläng» aufgebaut wurde, nun aber erstmal stehen bleibt. Für die breite Masse ist das Hindernis eigentlich zu hoch. Zum Ausprobieren können Neugierige auch seitlich auf halber Höhe springen, den 9,50-Meter-Rekord vom Contest-Wochenende muss keiner schaffen.

Der Park wird von Snowboardern und Skifahrern gleichermaßen besucht, durch den Boom der relativ neuen Twin-Tip-Ski sind letztere stark auf dem Vormarsch. Mittlerweile stehen auch die Mädchen den Jungs in nichts mehr nach: Die Jungs seien eigentlich die Wilderen, erzählt Petersmann. Beim Wettbewerb am Wochenende habe man die Mädchen aber im Fahrstil fast nicht von Jungen unterscheiden können.

Vielleicht liegt auch das an den Twin-Tips: «Es ist jetzt auch cool, Ski zu fahren, und dann probiert man auch mal den Park aus.»

Vor allem jüngeres Publikum ist im Funpark anzutreffen, aber auch ältere nutzen das Angebot: «Die Obstacles sind gut springbar», erklärt Petersmann. Wer einigermaßen sicher auf Ski oder Snowboard stehe, könne die Hindernisse bewältigen. Hauptaugenmerk liege auf den fortgeschrittenen Fahrern, aber: «Der Park hat alles, was man heute von einem Funpark erwarten kann», sagt der Funpark-Experte.

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