Hoffnung auf Aufschwung

Unterallgäu | mz | 'Ich danke Euch, dass Ihr nicht nur eine Kulturfahrt zu uns nach Westböhmen macht, sondern schaut, wie es uns in sozialer, wirtschaftlicher und religiöser Sicht als Menschen geht', betonte Prior Pater Marian Slunecko vom Stift Tepla den Teilnehmern der Bildungs- und Begegnungsfahrt des Landvolkes nach Westböhmen (Tschechien). Unter den Teilnehmern waren auch eine Reihe Heimatvertriebener, die von der Vertreibung aus ihren Dörfern in den Jahren 1945/46 berichteten.

Im Gespräch mit dem Tepler Bürgermeister Pavel Charvat und mit Prior Pater Marian wurde deutlich, dass sich in den 18 Jahren der nachkommunistischen Zeit das deutsch-tschechische Verhältnis 'deutlich entkrampft' habe, aber nach wie vor verbesserungsfähig sei.

In Westböhmen gebe es 15 Prozent Arbeitslose. Ohne die zahlreichen Arbeiter, die nach Bayern und Thüringen pendelten, wäre die Zahl noch viel größer. Kurwesen, Landwirtschaft und Fremdenverkehr stellten die Haupteinnahmequellen dar. Man hoffe auf weiteren wirtschaftlichen Aufschwung durch die Europäische Union (EU).

Besichtigt wurde der Biobetrieb von Petr Novotny mit 1600 Hektar Nutzfläche. Der Betriebsinhaber bezeichnete seinen Privatbetrieb als mittelgroß. Er erwirtschafte rund 70 Prozent seines Einkommens durch Naturschutz-Auszahlungen.

Prekäre Situation

Die Situation der Kirche in Böhmen sei nach wie vor prekär. Von den rund 30 Prozent Katholiken komme nur ein Prozent regelmäßig in die Kirche. Die Ursachen für diese Krise reichten weit zurück in die Vergangenheit. Die jungen Menschen seien jedoch zunehmend auf der Suche nach Werten, die über das Materielle hinaus reichten. Das sei eine Hoffnung für christliche und menschliche Werte.

Tschechien sei das letzte Land des ehemaligen Ostblocks, in dem die Rückgabe der enteigneten Werte an die Kirche noch nicht geregelt sei, erfuhren die Teilnehmer vor Ort.

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