Weiler
Hoffest kommt bestens an

Die Allgäuer Herbst-Milchwochen fangen gut an. Mit strahlendem Sonnenschein und einigen Hundert Besuchern beim Hoffest der Familie Thomas und Tanja Bundschuh in Au (Weiler). Organisiert wurde das Fest zusammen mit der Sennerei Bremenried.

Die regionale Landwirtschaft den Leuten näherbringen - diese Idee kommt bei den Besuchern bestens an. «Ich find das richtig, dass man mal Werbung für die Region macht», sagt Margreth Neudert, die 32 Jahre in Weiler lebte und jetzt seit zwei Jahren in Scheidegg. Es gebe so viele Vorurteile gegenüber den Bauern («die jammern bloß immer»). Dem könne man mit so einer Aktion begegnen.

Die Forderung der Landwirte nach fairen Preisen unterstützt Ernestine Mayr aus Heimenkirch. Sie kann sich immer wieder darüber aufregen, was ein Liter Bier im Vergleich zur Milch kostet. Dabei mache die Milcherzeugung viel mehr Arbeit.

Ernst Ammann aus Lindau, Vorsitzender der Lindauer CSU-Seniorenunion, die mit rund 20 Mitgliedern zum Hoffest gekommen ist, hält es für wichtig, dass die Leute viel regionalbewusster werden. Da müsse sich aber auch bei der Kennzeichnung der Produkte etwas ändern. Nicht wo etwas abgepackt oder abgefüllt wird interessiere, sondern «woher das Produkt kommt».

Beim Hoffest weiß man genau, woher was kommt und lässt sich das Gebotene auf der Zunge zergehen. «Hm, das schmeckt», hört man Lob am Stand der Sennerei Bremenried zu den leckeren Käsehäppchen und -broten. Andere laben sich an Steaks oder Würsten. Die Bäuerinnen haben Kuchen gebacken und schenken fair gehandelten Kaffee aus.

Feine Obstbrände bietet Konrad Spieler aus Oberried (Heimenkirch) feil. Vom Hof der Osswalds aus Meckenbeuren gibt es frische Beeren und Äpfel, aber auch ausgefallene alkoholische Kreationen wie den Limes-Likör. Der Bauernverband ist ebenso präsent wie der Maschinenring Lindau. Und nachmittags schaut auch noch Staatssekretär Dr. Gerd Müller vorbei.

Damit die Unterhaltung nicht zu kurz kommt, liefert Peter, der Nachbar der Bundschuhs, steirische Musik mit Herz. Die Kinder zieht es zu Eselin Sisi und ihrem vier Monate alten Sohn Mini, die Bernhard Krepold aus Hangnach (Sigmarszell) mitgebracht hat. Vergnügen können sich die Kleinen auch beim Pony reiten, malen, auf Kisten steigen oder hämmern. Wobei statt dem Nagel auch schon mal der Daumen getroffen wird. Bei den Erwachsenen stoßen die Stallführungen auf reges Interesse.

Der neu gebaute Boxenlaufstall wird ebenso unter die Lupe genommen wie das liebe Vieh, das zufrieden vor sich hin kaut und derzeit aus 26 Milchkühen, ungefähr gleich viel Jungvieh und einem Bullen besteht.

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