Mehrgenerationenhaus
Hoffen auf neue Förderung

Die Zukunft des Memminger Mehrgenerationenhauses (MGH) hängt von einem neuen Förderprogramm ab, das Anfang 2012 starten soll. Denn die bisherige Förderung des Bundes, die auf fünf Jahre angelegt ist, läuft Ende 2011 aus und Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger betont: «Es ist ausgeschlossen, dass die Stadt die Finanzierung des Hauses übernimmt.»

Von dem Folgeprogramm werden aber nicht alle Mehrgenerationenhäuser profitieren. Die neue Förderung ist laut dem einheimischen CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke nur für 450 Häuser vorgesehen - deutschlandweit gibt es aber mittlerweile rund 500 Generationen-Treffs.

40000 Euro pro Jahr

Auch werde die neue Förderung nicht wie die bisherige auf fünf, sondern auf drei Jahre angelegt, so der CSU-Politiker. Die Höhe - 40000 Euro pro Jahr und Haus - bleibe dieselbe. Aber Länder und Kommunen müssten sich künftig an den Zuschüssen für die Häuser beteiligen, so Stracke: Sie sollen zusammen pro Haus 10000 Euro im Jahr übernehmen.

Über die genauen Bewerbungskriterien kann der Politiker noch keine Angaben machen: «Ein Schwerpunkt wird aber die Etablierung von Angeboten für Demenzkranke sein.»

Das Memminger MGH in der Zangmeisterstraße sieht dem Auswahlverfahren für die Förderung gelassen entgegen: «Ich bin sicher, dass wir die erforderlichen Kriterien erfüllen werden», so der Leiter des MGH, Stephan Vogt. «Aber ich habe Respekt vor der Arbeit, die uns bevorsteht», sagt er mit Blick auf den zeitlichen Aufwand, der mit der Antragstellung verbunden sei.

Mit der pauschalen Förderung von 40000 Euro jährlich kommt das Memminger MGH aber schon heute nicht über die Runden: «Wir haben rund 300 Ehrenamtliche», sagt Vogt und erwähnt auch Sponsorengelder. Die Stadt Memmingen unterstützt das MGH beim Westertor mit «Sachleistungen und Miete», berichtet Holzinger. Das macht laut dem Rathauschef rund 5000 Euro jährlich aus.

«Wichtige Präventionsarbeit»

Ziel ist es laut Stracke, dass die Mehrgenerationenhäuser langfristig ohne Förderung auskommen. Vogt hält das für unmöglich: «Man kann nicht erwarten, dass sich die Häuser selbst finanzieren.» Und weiter: «Mehrgenerationenhäuser leisten wichtige Präventionsarbeit. Es muss auf allen Ebenen erkannt werden, wie wertvoll solche Einrichtungen sind.

» Derzeit gibt es in Bayern 91 Häuser - so viele wie in keinem anderen Bundesland. Memmingen hatte eine der ersten Einrichtungen.

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