Füssen
Höherer Kurbeitrag sorgt für Unmut

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Auf Kritik ist die geplante Reform des Kurbeitrags (wir berichteten) bei der Füssener Bürgerversammlung im Ortsteil Weißensee gestoßen. «Wir Weißenseer schlucken alles und zahlen alles», ärgerte sich etwa Ludwig Schmid bei der Aussprache. Bürgermeister Paul Iacob und Tourismuschef Stefan Fredlmeier verteidigten erneut die geplante Erhöhung: Seit 1995 habe es keine Anpassung mehr gegeben, jetzt sei der Schritt dringend nötig - zumal es sich lediglich um eine Inflationsbereinigung handle, wie der Rathauschef betonte.

Gäste gehen woanders hin

«Unsere Gäste kommen nicht mehr nach Weißensee. Die gehen nach Rieden oder Eisenberg, wo der Kurbeitrag billiger ist», schüttelte Schmid den Kopf. «Ihr seid einfach zu weit weg von der Basis.» Für Tourismuschef Fredlmeier ist klar: «Weißensee hat den größten Sprung zu machen», sagte er zum Anstieg um 50 Cent auf 1,60 Euro pro Gast und Nacht. «Jedoch schafft das keine Ungerechtigkeit, sondern beseitigt eine», war er überzeugt. Denn ein Gast würde nicht verstehen, warum er in verschiedenen Ortsteilen Füssens unterschiedliche Abgaben zu entrichten hätte. Auch seien die städtischen Kassen klamm und die Kommune auf die Mehreinnahmen angewiesen, um weiterhin in Tourismusangebote investieren zu können.

Bürgermeister Iacob ergänzte: Ein einheitlicher Betrag sei schon deshalb gerecht, da auch Weißenseer Gäste Einrichtungen etwa im Kurort Bad Faulenbach nutzen könnten. Deshalb wolle man in ganz Füssen «eine Kurtaxe und eine Saison», unterstrich Iacob.

Dass man über die KönigsCard vorher nicht mit den Vermietern gesprochen habe, bemängelte Josef Schneider. Er befürchtete nicht nur einen Flopp der Gästekarte, sondern dass sehr viel Geld verschwendet werde. Der Tourismuschef erinnerte daran, dass bei der KönigsCard auch das elektronische Meldewesen enthalten sei.

«Diskussion anders führen»

Würde man das neue Meldewesen ohne geplante Gästekarte einführen, spare man auch kein Geld. «Die Diskussion muss also anders geführt werden», erläuterte Stefan Fredlmeier.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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