Eggenthal
Hochwasserschutz rückt immer näher

Aus aktuellem Anlass nahm Harald Polzer einen zusätzlichen Punkt auf die Tagesordnung des Gemeinderates: Der Bürgermeister hatte am Tag vor der Sitzung mit dem Wasserwirtschaftsamt in Kempten gesprochen und grünes Licht für den geplanten Hochwasserschutzdamm in der Gemeinde signalisiert bekommen. Das Gremium beschloss deshalb das Planfeststellungsverfahren. «Das ist ein weiterer Schritt für den Hochwasserschutz in Eggenthal», meinte Polzer danach.

Die Gemeinde plant am Röhrwanger Mühlbach einen 220 Meter langen, über 40 Meter breiten und bis zu 7,30 Meter hohen Hochwasserschutzdamm. Drei der fünf benötigten Grundstücke hat die Gemeinde bereits gekauft. Die Verhandlungen mit den übrigen Grundeigentümern liefen noch, so Polzer. Mit dem nun eröffneten Planfeststellungsverfahren beschäftigen sich die zuständigen Behörden mit dem Projekt. Dann folgt die öffentliche Auslegung.

Neue Überlegungen gibt es auch für die gemeindliche Kiesgrube in Richtung Röhrwang. Dort ist im nördlichen Teil ein Biotop. «Das soll auf jeden Fall erhalten bleiben», betont der Bürgermeister. Zudem soll es als Ausgleichsfläche für den geplanten Bau des Hochwasserdamms dienen. Im südlichen Teil der Grube wird noch Kies abgebaut, mit dem die Gemeinde ihren Bürgern einen Service bietet.

Für etwa eineinhalb Jahre sei auch noch Kies vorhanden. Nun sei die Frage, unter welchen Auflagen ein weiterer Abbau möglich sei. Der Bürgermeister wurde deshalb beauftragt, beim Landratsamt in Erfahrung zu bringen, welche Auflagen gelten und ob der südliche Teil als Ausgleichsfläche möglich ist. Zudem soll die Wirtschaftlichkeit eines Weiterbetriebs geprüft werden.

Eindeutig war hingegen der Beschluss des Gemeinderates für die Wasserversorgung des Friedhofs an der Maria-Seelenkapelle. Derzeit gibt es nur einen kleinen Steinbehälter, der von Gemeindearbeitern aufgefüllt wird. «Eine Verbesserung ist deshalb erwünscht», so Polzer. Doch eine Stichleitung zur Kapelle sei zu riskant, meinten die Gemeinderäte.

Da das Wasser nur zum Gießen benutzt werde, könne es länger in der Leitung stehen und bei einem Druckverlust als Brackwasser wieder in die Trinkwasserversorgung zurückfließen. Deshalb entschied das Gremium, dass eine Zisterne in Zusammenarbeit mit dem Gartenbauverein gebaut werden soll.

Einem anderen Verein genehmigte der Gemeinderat einen Zuschuss: Für die lobenswerte Ausbildung der Jugend wurden dem Musikverein 3000 Euro bewilligt.

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