Blöcktach
Hochwasserschutz braucht Zeit

Sollte jemals ein «hundertjähriges Hochwasser» über Blöcktach hereinbrechen, dann hoffentlich nicht vor dem Jahr 2011: Solange wird es dauern, bis die Gemeinde Friesenried ihren Ortsteil effektiv vor vollgelaufenen Kellern und überfluteten Kuhställen schützen kann. Nach den Erfahrungen mit dem jüngsten Hochwasser-Schutzprojekt - dem Salenwanger Damm - geht Bürgermeister Wolfgang Gerum davon aus, dass auch die Vorarbeiten für den Blöcktacher Damm ihre Zeit in Anspruch nehmen werden. Kompliziert wird allerdings nicht der Bau des Rückhaltebeckens, sondern die Lösung einer weit wichtigeren Frage: Wohin mit den Wassermassen, die nicht in den Stausee passen?

Der Ab- und Überlauf des Staubeckens ist auch für die Planer eine echte Herausforderung, weil die Wünsche der Grundstücksbesitzer mit den Anforderungen des Wasserwirtschaftsamtes und der Naturschutzbehörde unter einen Hut gebracht werden müssen. Darüber hinaus gibt es mehrere Möglichkeiten der Wasserführung: durch den Ort hindurch wie bisher oder außen herum. Nur wenig konkreter sind die Aussagen des verantwortlichen Planers Klaus Bäumler über die Ausmaße des Dammes: Um verlässliche Daten über die Größe des Stausees und die erforderliche Höhe des Dammes zu erhalten, so Bäumler, sind weitere Vermessungsarbeiten und Probebohrungen am Fuß des künftigen Dammes notwendig. Die Kosten: rund 20000 Euro. Momentan geht Bäumler von einer maximalen Dammhöhe (inklusive Freibord) von 4,50 bis 6 Metern aus.

Wie teuer das Blöcktacher Hochwasserschutzprojekt werden wird, ist derzeit unklar. Um die Finanzen der Gemeinde nicht zu arg zu strapazieren, sollen die Baumaßnahmen schrittweise realisiert werden, wünschen sich Bürgermeister Wolfgang Gerum und der Gemeinderat. Wie hoch die staatlichen Förderungen für die Schutzbauten ausfallen, hängt auch davon ab, ob der Bachlauf teilweise verrohrt wird, wie es ein Grundstücksbesitzer und Landwirt fordert, oder komplett offen gestaltet wird. Im letzteren Fall sind ähnlich hohe Zuschüsse zu erwarten wie in Salenwang.

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