Heimenkirch
Hochland AG wächst weiter

Mehr Umsatz, deutlich mehr Ertrag und erhebliche Investitionen in weiteres Wachstum - so lässt sich 2008 für die Hochland AG zusammenfassen. Gruppenweit ist der Umsatz um 13 Prozent auf fast 1,2 Milliarden Euro gestiegen, teilt der Käsehersteller mit Sitz in Heimenkirch mit.

Nach Jahren stetigen Absatzes hat Hochland im vergangenen Jahr erstmals etwas weniger Käse verkauft. Der Absatz ist auf knapp 280000 Tonnen zurückgegangen. Das Unternehmen führt das vor allem auf die starken Preiserhöhungen zurück, die in manchen Bereichen zu einer spürbaren Kaufzurückhaltung geführt haben.

Nach dem Gewinneinbruch im Jahr 2007 - Folge der hohen Milch- und Rohwarenkosten - hat Hochland das Ergebnis 2008 auf 57,9 Millionen Euro gesteigert. Dazu trugen nach Unternehmensangaben nahezu alle Geschäftsbereiche bei.

Bemerkbar gemacht hat sich im Vorjahr auch die Finanzkrise, vor allem in Russland. Das Land leidet besonders stark unter den Folgen eines konjunkturellen Abschwunges. Das machte vor dem Käsemarkt nicht Halt. Nach Jahren stetigen und teils sehr starken Wachstums ging der Absatz von Hochland in Russland um zwölf Prozent zurück.

Gut unterwegs ist das Unternehmen dagegen in anderen osteuropäischen Ländern. So hat Hochland seine Marktführerschaft in Polen weiter ausgebaut. Mit einem Anteil von 16 Prozent am Käsemarkt ist das Unternehmen fast doppelt so groß wie der nächstgrößere Bewerber. Auch in Rumänien hat Hochland seine Marktführerschaft gefestigt.

Wesentlich früher als viele andere Unternehmen hatte Hochland die Chancen in Osteuropa erkannt. Jetzt baut das Unternehmen erstmals eine Produktionsstätte außerhalb Europas auf. Im November ist zusammen mit einem iranischen Partner eine neue Tochter gegründet worden. «Hochland Persien Amol» soll Käseprodukte für den iranischen Markt herstellen und vermarkten. In Amol, etwa zehn Kilometer vom Kaspischen Meer entfernt, wurde mit dem Bau einer Produktionsstätte begonnen.

Sie soll Mitte des Jahres mit 60 Mitarbeitern in Betrieb gehen.

Rund 138 Millionen Euro hat Hochland im vergangenen Jahr in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen investiert - ein Höchststand. Neben dem Kauf der Marke «Grünländer» und des Grünland-Schmelzkäsewerkes in Kempten flossen Mittel vor allem in bestehende Produktionsstätten. Ziel war es nach Unternehmensangaben unter anderem, die Produktivität der Werke zu stärken und Möglichkeiten für die Herstellung neuer Produkte zu schaffen. In Schongau wurde eine Produktionslinie für das neue Produkt «Patros Genießerwürfel» installiert, im russischen Raos und am polnischen Standort Kazmierz wurden die Produktionskapazitäten erweitert und in Wegrow (ebenfalls Polen) eine neue Produktionslinie zum Aufschneiden und Verpacken von Schnittkäse in Betrieb genommen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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