Wasserwacht-Jugend
Hoch motivierte Jugendliche bei Einsatzübung am Rottachsee

Ein Sommertag am Rottachsee geht zur Neige. In der Moosbacher Badebucht stehen fünf Jugendliche bis zum Hals im Wasser. 'Eins, zwei und drei' ist zu hören. Und schon taucht das Quintett Richtung Seegrund, schwimmt dort ein paar Züge nach vorne. Etwas zeitversetzt 'schießen' die Köpfe wieder nach oben. Atem holen – die Prozedur beginnt von Neuem. Bis jemand schreit: 'Ich hab’ sie!' Eine Puppe wird geborgen. Am Ufer beginnt die 'Reanimierung'.

Natürlich könne ein derartiges Szenario auch bei einem tatsächlichen Badeunfall im Flachwasserbereich ablaufen, so Bernd Stadtmüller. Der Chef der Wasserwacht Rottachtal ist Begleiter des Jungaktivenlehrganges Wasserwacht, zu dem das Bayerische Rote Kreuz schwabenweit und darüber hinaus eingeladen hatte.

Die Einsatzübung mit mehreren wasserrettungs- dienstlichen Schadenslagen diente dem Ziel, das bisher Gelernte zu vertiefen.

Seit 20 Jahren treffen sich junge Wasserwachts-Mitglieder im Jugend- und Ferienhaus Petersthal, um in zehn Tagen die komplette Grundausbildung für den Einsatzdienst zu durchlaufen. Vormittags wird in der ehemaligen Volksschule meist Theorie gebüffelt, nachmittags folgt an verschiedenen Schauplätzen der praktische Teil.

'Da kommen leicht zehn Stunden zusammen, und so kann es passieren, dass die Lehrgangsteilnehmer schon kurz nach dem Schlafappell ganz ruhig werden', schmunzelt BRK-Bezirksjugendleiter Christian Stadler. Von Stress ist aber bei den elf Burschen und sieben Mädels nicht die Rede. Für sie zählt offenbar das Gruppenerlebnis und natürlich die Herausforderung.

'Sehr zufrieden' mit seiner persönlichen Bilanz bei dieser Einsatzübung ist Marco Schönach. Der 17-Jährige nennt einen 'Bewusstlosen', den er in die stabile Seitenlage gebracht habe. Oder den 'Atemstillstand', dem er mit Brustkorbkompressionen und Atemspenden begegnet sei. Den Lehrgang sieht der Jugendliche als 'intensiven, praxisorientierten Erste-Hilfe-Kurs.'

Freund Sebastian Socher (16), ebenfalls Mitglied der Ortsgruppe Weilheim/Schongau, freut sich über seine Fortschritte, die er beim Umgang mit Funkgeräten gemacht habe. 'Fast abenteuerlich' sei die Bergung von 'Verletzten' im Tobel des Petersbaches gewesen.

Und Alexandra Wehr (16) aus Gersthofen berichtet über einen angenommenen Autounfall. Dabei habe sie eine 'aggressive Schockpatientin' beruhigt. Bestätigt fühlt sich Alexandra durch das Lob von Lehrgangsleiter Bastian Martin: 'Alle waren hochmotiviert – die Lernziele wurden erreicht.'

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