Versammlung
Hobbygärtner in Asch sollen auf Torf verzichten

Die turnusmäßigen Neuwahlen standen im Mittelpunkt der Jahresversammlung der Blumen- und Gartenfreunde Asch-Seestall. Wiedergewählt wurde im Gasthaus Blätz als Vorsitzende Heike Steeb. Als Stellvertreterin übernimmt Beate Tschuri das Amt von Roswitha Storhas. Die Kasse verwaltet weiterhin Inga Pollok, Beisitzerin bleibt Michaela Rauh. Kein Nachfolger fand sich für Schriftführer Helmut Nikol. Mit Blumensträußen verabschiedet wurden außerdem Beisitzerin Gabi Schwarz und Franz Portele, der seit 27 Jahren unterschiedliche Aufgaben im Verein übernommen hatte.

Eine Kaiserlinde haben die Gartenfreunde anlässlich der Rückführung der Pieta an der Stockkapelle gepflanzt. Erst in ein paar hundert Jahren werde man diese größte Lindenart, die es gibt, in ihrer ganzen Pracht erleben, erläuterte Heike Steeb. Kurz stellte sie dann auch noch das Jahresprogramm vor (siehe Info-Kasten). Bei einer Tombola gab es zahlreiche Frühlingsblumen zu gewinnen.

Belastung für die Umwelt

Für das Gärtnern ohne Torf warb Hans Streicher, der ganz kurzfristig für die erkrankte Referentin eingesprungen war. Er erläuterte, dass europaweit jährlich 40 Millionen Kubikmeter Torf von privaten und gewerblichen Gärtnern verbraucht werden. Vornehmlich stammt er aus dem Baltikum und belastet nicht nur beim Abbau, sondern auch beim Transport die Umwelt.

Als idealen Ersatz empfahl der Referent die Verwendung von Kompost. Dieser diene als Mittel zur Verbesserung des Bodens und lasse sich auch zusammen mit Gartenerde für Töpfe und Tröge verwenden. Nur müsse man hier Rindensubstrat oder Holzfasern beimengen, um eine lockere Beschaffenheit zu gewährleisten. Wer trotzdem Pflanzerde aus Säcken kauft, sollte im Geschäft gezielt nach torffreien Sorten fragen, so Streicher. Sie werden im Landkreis bereits flächendeckend angeboten.

'Die Natur sollte uns der etwas höhere Preis wert sein', meinte er weiter. Auch aus der Versammlung wurden dann zahlreiche Ratschläge für das fachgerechte Kompostieren des Grüngutes gegeben, das häufig aus reiner Bequemlichkeit im Container an den Wertstoffsammelstellen landet.

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