Bauprojekt
Historische Mühle in der Donaustraße in Memmingen wird saniert

Der frühere Memminger Bürgermeister Julius von Roeck gründete einst eine Getreidemühle im Norden der Stadt an der heutigen Donaustraße. Er nahm sich einen Geschäftsreisenden der Schelhornschen Kattunfabrik zum Partner: Philipp Hüetlin. Zusammen mit diesem setzte er Mitte des 19. Jahrhunderts die Hüetlin & Roeck Weizenmühle das erste Mal in Gang und mahlte von da an in großem Stil Getreide. Seit den 1970er Jahren ist die Mühle allerdings verwaist. Nun soll das Areal umfassend saniert werden. Eigentümer ist die neu gegründete Hüetlin & Roeck Mühle Immobiliengesellschaft. Laut Gesellschafter Armin Meyer soll in der historischen Mühle Gewerbe angesiedelt werden.

Ein Nachfahre des letzten Müllers ist Thomas Wegmann. Er hat sich in einem von der Donaustraße aus nicht sichtbaren kleinen Mühlenhäuschen am Bachufer ein Atelier eingerichtet und schmiedet dort Goldschmuck - mit idyllischem Blick auf das ehemalige Landesgartenschaugelände. Wegmanns Großvater hatte vor 40 Jahren das Mühlrad gestoppt. Wegmann und seine Familie verkauften die Mühle vergangenen November an die Hüetlin & Roeck Mühle Immobiliengesellschaft, die kommendes Frühjahr die Sanierung in Angriff nehmen will.

<< Nicht abreißen >>

<< Herr Meyer hat uns glaubhaft versichert, dass er die Mühle nicht abreißen will >>, nennt Wegmann eine Bedingung für den Verkauf. << Uns gings darum, dass der Blick, wenn man von Norden auf die Stadt zufährt, erhalten bleibt. >> Diesen Wunsch erfüllt die Immobiliengesellschaft: << Wir wollen nicht allzu viel verändern >>, bestätigt Meyer. << Das Gebäude soll in seiner Grundstruktur und in seinem Charakter erhalten bleiben. >>

Ursprünglich hatten die Wegmanns geplant, die Mühle mit ihren zerbrochenen Sprossenfenstern und dem abgebröckelten Putz selbstständig zu renovieren: << Aber das Projekt ist uns zu groß geworden >>, sagt Wegmann. << Dennoch muss aus der Mühle was gemacht werden, sonst fällt sie langsam in sich zusammen. >>

Arbeiter rücken im Frühjahr an

Seit drei Monaten sind nun die Planer am Werk. Im Frühjahr sollen Arbeiter anrücken und innerhalb eines halben Jahres das marode Gebäude auf Vordermann bringen.

Wer danach einzieht, ist laut Meyer noch unklar: << Es gibt verschiedene Ideen, aber es ist noch nichts fix. >> Ob eine gastronomische Nutzung denkbar wäre, bejaht er gegenüber der Memminger Zeitung: << Im Zusammenhang mit dem Stadtpark ist das vorstellbar. >>

Wegmann wird mit seinem Schmuck-Atelier auf dem Areal bleiben. Der Goldschmiedemeister zieht nach der Sanierung in das ehemalige Kontorgebäude (Büro) der Mühlenbetreiber - dieses haben die Wegmanns im Zuge des Verkaufs behalten.

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