Pfronten
«Hirsch-Gau» über die erste Hürde

Der «Hirsch-Gau», die Erweiterung der Diskothek «Hirsch Inn» in Pfronten-Berg, ist seiner Verwirklichung einen Schritt näher gekommen. Bei zwei Gegenstimmen hat der Gemeinderat beschlossen, den Bebauungsplan «Pfronten-Berg/Sportzentrum» zu ändern, in dessen Bereich die Disko liegt. Welche Erweiterungen tatsächlich möglich werden, wird sich im weiteren Verfahren zeigen.

Schaukäserei nicht mehr geplant

Dass der Gemeinderat, der im Juli gegen die Erweiterungspläne des «Hirsch Inn» gestimmt hatte, die Planung nun doch weiter verfolgt, liegt vor allem am Verzicht auf die ursprünglich geplante Schaukäserei mit Verkauf. An der hatte sich im Juli die Kritik in erster Linie entzündet. Statt ihr soll nun im Bereich des jetzigen Parkplatzes ein «Alm-Bistro» entstehen, das eine «Raucher-Lounge» mit der Diskothek verbindet. Diese Lösung fand im Gemeinderat einhellige Zustimmung. Auch gegen den Anbau von Funktionsräumen hatten die Gemeinderäte nichts. Bei der geplanten Betreiberwohnung überwog gleichfalls eher die Zustimmung.

Während Philipp Hechenberger (Pfrontener Liste) dort eine «Grundstücks-Spekulation» befürchtete, betonte etwa Philipp Trenkle (Pfrontner Liste): «Eine Betreiberwohnung ist nicht schlecht, sie muss nur an den Betrieb gekoppelt sein.»

Fußballer für Stellplatz

Weit auseinander gehen unterdessen weiterhin die Meinungen zum geplanten Wohnmobilstellplatz hinter der Diskothek und neben dem Sportgelände des TSV. Biba Sauer (Pfrontener Liste), Vorstandsmitglied des TSV, hatte sich bei einem Gespräch mit den Verantwortlichen der Fußballabteilung seines Vereins davon überzeugt, dass diese das Vorhaben sehr positiv sehen. Er stimme deshalb nun dafür, kündigte er an. Sebastian Nöß (Pfrontener Liste) blieb dagegen dabei: «Dass passt von der Nutzung her nicht zusammen.

» «Wir brauchen den Platz», betonte Wolfgang Neumayer (SPD). Es gebe schließlich keinen Betreiber, der an anderer Stelle etwas für Wohnmobile mache. «In der derzeitigen wirtschaftlichen Lage müssen wir froh sein, dass das jemand in die Hand nimmt», meinte auch Markus Nöß (CSU). Auf den wachsenden Markt der Wohnmobilfahrer dürfe man nicht verzichten, bekräftigte Frank Schöllner (CSU). Auch Christoph Schmölz (Freie Wähler) befürwortete die Planung. Zwischen Parkplatz oder Wohnmobilstellplatz gebe es ohnehin keinen großen Unterschied.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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