Bad Hindelang
Hindelang strickt an einem Klöppel-Kongress

Im kommenden Jahr will es die Ostrachtal-Gemeinde auf die Spitze treiben, genauer gesagt auf die Klöppelspitze. Nach 1999 wird Bad Hindelang im April 2010 zum zweiten Male Gastgeber des 28. Klöppelspitzen-Kongresses des Deutschen Klöppelverbands. Es ist kein Hausmütterchen-Treff, die eine alte Handwerkskunst eint. Für drei Tage vom 9. bis 11. April werden bis zu 4000 Teilnehmer aus aller Welt erwartet.

In Ausstellungen und Schauveranstaltungen, bei Seminaren und Wettbewerben, aber auch bei einer Modenschau und an Verkaufsständen wird sich alles um die schwierig zu handhabende Technik drehen, die gleichwohl zarteste Gebilde hervorbringt und schon seit Jahrhunderten praktiziert wird. Bürgermeister Adalbert Martin und Kurdirektor Max Hillmeier erhoffen sich von diesem Klöppelspitzen-Kongress einen wirtschaftlichen und touristischen Gewinn für den Ferienort. Mit Vertreterinnen des Klöppelverbands, an der Spitze die Verbandsvorsitzende Maria Steur, und Kurhaus-Geschäftsführerin Gabriele Krips besprachen sie jetzt schon mal, wie das alles im Frühjahr bewältigt werden soll.

Kurdirektor hofft: Der Ort wird voller Leben sein

Es ist klar, man benötigt genügend Räumlichkeiten. Neben dem Kurhaus sollen das Pfarrheim, die alte und neue Turnhalle sowie das Rathaus Schauplätze der Arbeit mit den hölzernen Spindeln an filigranen Netzwerken werden. Eingebettet in das Treffen, das in den Jahren zuvor in Neumarkt/Oberpfalz und Villingen-Schwenningen stattgefunden hatte, wird ein verkaufsoffener Sonntag, sodass Hindelang in dieser Zeit sicherlich voller Leben sein wird. Vielleicht werden danach viele Klöpplerinnen mal Hindelang für einen Urlaub erwählen, stricken Bürgermeister und Kurdirektor an Zukunftserwartungen.

Bei einem Empfang im Rathaus, wo die Gemeinde vorgestellt wurde, und bei einer nachfolgenden Erkundung konnte sich der Klöpplerinnen-Vorstand schon mal auf «Hindelanger Spitzen» an Sehenswürdigkeiten und Kostbarkeiten der Natur einstellen. Die Besucher erläuterten andererseits, wie sie sich den Ablauf vorstellen. Sie schöpfen dabei aus der Erkenntnis, dass der Kongress vor zehn Jahren in Hindelang ja auch gut abgelaufen war.

Immerhin seit dem Frühjahr schon ist Kurhaus-Chefin Krips am Werk, damit alles gut ineinander verwoben ist wie bei den gekreuzten und gedrehten Fäden der Handarbeit.

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