Fuchstal / Oberstdorf
Hilfsbereiter Kellner

Es ist elf Uhr morgens. Franz Seitz aus Fuchstal freut sich beim Erklimmen des Nebelhorns auf eine Brotzeit und eine Tasse Kaffee nach vier Stunden anstrengender Wanderschaft. Endlich angekommen an der Gipfelhütte der Nebelhornbahn gönnt er sich die verdiente Mittagspause.

Als es ans Bezahlen geht, fasst sich der 55-Jährige an seine Gesäßtasche und spürt nur Hose. Wie ein Blitz fährt ihm die Erkenntnis ins Gewissen: Geldbeutel im Auto vergessen. Klassisch. Gast und Kellner sehen sich für einen Moment fragend an. Dann sagt der Kellner: «Machen wirs so: Jetzt geb ich dir 50 Euro, das müsste für heute reichen.» Nach einer kurzen Pause sagt er weiter: «Und wenn du deinen Geldbeutel wieder hast, gibst den Fünfziger an der Talstation für Henry ab.» Damit war für Henry die Angelegenheit gegessen.

Franz Seitz wandert gerne und oft in den Alpen, doch so etwas hat er noch nie erlebt: «Ich war baff. Der Kellner kannte mich doch gar nicht.

» Dass er auf solch große Hilfsbereitschaft und Vertrauen in der oft anonymen Tourismusbranche treffen würde, hätte Seitz nicht für möglich gehalten. (nic)

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