Heute Abnahme der getroffenen Vorbereitungen bei Ettwiesen

Start für Verfüllung der alten Lehmgrube Marktoberdorf (sg). Alle Vorbereitungen sind getroffen: Ab kommender Woche kann mit der Verfüllung der ehemaligen Lehmgrube bei Ettwiesen begonnen werden. 22 Jahre lang soll es dauern, bis die Rekultivierung abgeschlossen ist. Im Vorfeld waren für den Grubenbesitzer Franz Schmid einige Hürden zu nehmen, bis das genehmigungsrechtliche Verfahren abgeschlossen war.

Mit Recyclingmaterial wurde in den vergangenen Wochen die Zufahrt zur Grube befestigt. Außerdem wurde mit demselben Stoff eine Schüttrampe gebaut. Ein Rückhaltebecken für das Oberflächenwasser ist entstanden und soll heute erneut begutachtet werden, nachdem es noch einmal vergrößert wurde. Das gesammelte Regenwasser darf nämlich erst dann in den Ettwieser Bach abgeleitet werden, wenn der Schadstoffgehalt überprüft ist. Ein Fremdüberwacher, wie vieles andere Bedingung für die Verfüllung, wurde beauftragt. Dies erläuterte Anton Grehl von der Firma SGWM Umwelt GmbH (Scheiklingen) gestern gegenüber unserer Zeitung. Seine Firma ist mit der Verfüllung betraut worden.

Ab kommender Woche kann Bauschutt und Erdaushub mineralischer Art zu der ehemaligen Lehmgrube angefahren werden. Die Menge pro Jahr ist begrenzt. Die Anzahl der Lkw pro Tag ebenfalls. Daher kann ziemlich genau berechnet werden, dass es 22 Jahre lang dauern wird, bis die Grube der früheren Ziegelei Schmid voll ist. 410 000 Kubikmeter Bauschutt finden darin Platz.

Angeliefert werden kann nur Material, das zuvor auf seine Tauglichkeit zum Verfüllen dieser Grube analysiert worden ist. Bei der Anlieferung, die stets von einem Fachmann überwacht werden muss, sind die entsprechenden Unterlagen abzugeben. Anhand eines Betriebstagebuches wird jede Lieferung dokumentiert. 'Jede Fuhre muss den angegebenen Daten entsprechen', sagt Grehl.

Belastete Stoffe reduziert

Nach Protesten aus dem Stadtrat, aus der Bevölkerung und von Umweltschutzverbänden waren nach der ersten Antragsstellung verschiedene Einschränkungen festgelegt worden. Unter anderem wurde die Anzahl der belasteten Materialien, die angeliefert werden dürfen, von 18 auf sieben reduziert. Besonders überwachungspflichtige Stoffe sind nicht mehr darunter. Ein Unbedenklichkeitsnachweis ist Voraussetzung für die Ablagerung. Es muss ständig ein Verantwortlicher vor Ort sein. Die selbst entnommenen Proben untersucht zusätzlich ein Labor, so die Bedingung. In einem Betriebstagebuch werden Art, Menge und Herkunft der Lieferung sowie das Ergebnis der stoffbezogenen Untersuchung erfasst. Die Ergebnisse der vorgeschriebenen Fremdüberwachung müssen dem Landratsamt mitgeteilt werden. Darüber hinaus muss das Material bei der Anfahrt mit einer Plane abgedeckt sein, um Staubentwicklungen zu vermeiden. Auch beim Abkippen und Einfüllen soll Staubentwicklung vermieden werden.

Nach und nach sollen dort, wo jetzt ein großes Loch in der Landschaft klafft, wieder Tiere und Pflanzen einen Lebensraum finden. Von Anfang an wollen Gehl und Schmid Teiche für Amphibien in Bereichen schaffen, die von den Arbeiten nicht betroffen sind.

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