Einzelhandel
Heuer noch keine Einkaufsnacht

Eine Memminger Einkaufsnacht mit Öffnungszeiten bis 23 Uhr wird es heuer noch nicht geben. Wegen des zehnjährigen Jubiläums von «Memmingen blüht», das in diesem Jahr gefeiert wurde, sei eine weitere Großveranstaltung finanziell nicht zu stemmen gewesen, so Vorsitzender Hermann Zelt von der Werbegemeinschaft Junge Altstadt. In der Mitgliederversammlung wurde auch bekannt, dass es Überlegungen für einen zweiten verkaufsoffenen Sonntag gibt.

In Sachen Einkaufsnacht ist es denkbar, dass eine solche Veranstaltung am 25. November 2011 - zeitgleich mit der Eröffnung des Christkindlesmarktes - erstmals über die Bühne geht. Dieser Termin hätte «taktische Gründe», so Zelt. Denn einen Tag später finden laut Sabine Braun von der Werbegemeinschaft ähnliche Veranstaltungen in Kaufbeuren und Ravensburg statt. «Wenn wir eine Einkaufsnacht machen, muss sie schon beim ersten Mal ein richtiger Brüller werden», so Braun. Auch kulturell solle einiges geboten werden.

Ostermarkt ausweiten

Ein verkaufsoffener Sonntag zieht Besucher und damit potenzielle Kunden in die Innenstadt - das hat der Jahrmarktssonntag vor wenigen Wochen wieder gezeigt. In der Mitgliederversammlung der Werbegemeinschaft wurde jetzt über einen zweiten Sonntag mit offenen Geschäften nachgedacht. Dieser könnte vor Ostern, zeitgleich mit dem alljährlichen Ostermarkt stattfinden. Allerdings müsste der Markt, der bisher auf dem Theaterplatz stattfand, dann um einiges größer ausfallen als in den vergangenen Jahren: «Wenn wir die ganze Altstadt öffnen wollen, brauchen wir laut Ordnungsamt mindestens 100 Stände», informierte Kerstin Uliana von der Werbegemeinschaft. Denn ein verkaufsoffener Sonntag müsse immer an eine bereits vorhandene, gewachsene Veranstaltung anknüpfen und dürfe nicht für sich stehen, erläuterte Zelt.

«Es ist also nicht ganz einfach und es gibt Widerstände aus verschiedenen Ecken. Es sind viele Genehmigungen einzuholen und auch die Kirchen und Gewerkschaften haben ein Wörtchen mitzureden», so der Vorsitzende der Werbegemeinschaft.

«Zusätzliches Umsatzpotenzial»

Karstadt-Geschäftsführer Robin Trebbe sprach sich klar für einen zweiten verkaufsoffenen Sonntag aus: «Wir leben hier in einem Arbeitnehmerparadies. In Berlin hatten wir zehn offene Sonntage im Jahr und Öffnungszeiten von montags bis samstags bis 20 Uhr.» Memmingen brauche einen weiteren Sonntag, an dem man einkaufen könne: «Das ist für jeden von uns ein zusätzliches Umsatzpotenzial.» Zelt ließ allerdings offen, ob es schon im nächsten Jahr klappt: «Das hängt davon ab, wie viel Gegen- beziehungsweise Rückenwind bläst.»

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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