Kaufbeuren
Herzlich willkommen, ihr Punkte!

Ken Latta ist ein höflicher Mensch. Die Worte des ESVK-Trainers nach dem 5:3-Heimsieg gegen Landshut bewiesen das wieder einmal: «Ich begrüße diese drei Punkte herzlich in Kaufbeuren.» Die Erleichterung ist nur zu verständlich, mussten die Joker doch fast drei Monate auf diesen HeimDreier warten. Sechs Tage vor Heiligabend beschenkte der Aufsteiger seine zuletzt nicht gerade erfolgverwöhnten Fans nicht nur mit der vollen Punktausbeute, sondern mit einem packenden Prestigeduell.

«Da war jede Menge Tempo drin, aber es war halt auch saukalt», sagte Latta über die flotte Partie bei zweistelligen Minusgraden an. Doch die frostigen Temperaturen waren nicht der Hauptgrund für die engagierte Vorstellung insbesondere der Hausherren. «Die Mannschaft ist wieder da - wie am Anfang der Saison», freut sich Latta über das dritte Spiel in Folge mit Punkten. Sein Gegenüber Tobias Abstreiter war vor allem mit dem Start seiner Truppe nicht einverstanden: «Im ersten Drittel waren wir nicht bereit, den Kampf anzunehmen. Dann haben wir auch noch leichte Fehler gemacht und das wird natürlich bestraft.» Drei ESVK-Toren gingen einfache Scheibenverluste der Niederbayern voraus.

Insgesamt veranlasste die Partie Abstreiter zu einem Resümee, das so oder ähnlich in den vergangenen Wochen ESVK-Coach Latta öfter über die jeweiligen Joker-Gegner sagen musste: «Kaufbeuren war cleverer und hat in den entscheidenden Situationen unsere Schnitzer eiskalt ausgenutzt.»

Ein großer Faktor des jüngsten Erfolgs beim ESVK sind die neu zusammengestellten Reihen. Nach einem zwischenzeitlichen Leistungstief und einem «Ausflug nach Peiting» (Latta) blühen Anton Saal und Dominic Krabbat an der Seite des fleißigen Go Tanaka sichtlich auf. «In München haben die alten Reihen überhaupt nicht mehr gepasst. Da musste ich was tun», verrät Latta. Vier seiner insgesamt zehn Punkte verbuchte Saal seither, und Krabbat trifft in so gut wie jedem Spiel.

«Das funktioniert jetzt besser so», freut sich Latta, der zudem möglicherweise ein zweites Traumduo zusammengebracht hat: Mike Wehrstedt und Petr Sikora mit Youngster Maximilian Schäffler machten mit drei Toren den Unterschied aus gegen Landshut. «In der Vorbereitung hat mir diese Reihe nicht gefallen», verrät der Coach die Tatsache, dass der Spielmacher und der Torjäger erst im zweiten Anlauf zueinandergefunden haben.

Wie wichtig es ist, dass nicht die ganze Last auf der Paradereihe um Topscorer Jordan Webb liegt, verdeutlicht ein Blick auf die Statistik: Siebenmal in dieser Saison haben alle drei Reihen gepunktet, fünfmal ging der ESVK dann mit drei Punkten vom Eis. Das letzte Spiel, in dem die erste Reihe nur ein Tor schoss und der ESVK gewann, war am 25. September auch gegen Landshut.

Die Schwarzwälder kommen

Der couragierte Auftritt machte den Fans auf alle Fälle schon mächtig Laune für das nächste Heimspiel, das erst in einer Woche am Montag, 28. Dezember, über die Bühne geht. Dafür wird es dann mächtig laut in der Sparkassen-Arena. Laut ESVK-Sprecher Christian Demel liegen vom Gegner Schwenningen schon über 1000 Kartenbestellungen vor. Die Fans aus dem Schwarzwald kommen mit einem Sonderzug und vielen Bussen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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