Studie
Herzinfarkt-Tod: Gefahr in Memmingen gering

Das statistische Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben, ist für die Einwohner Memmingens besonders niedrig. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die Professor Ernst Bruckenberger von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) durchgeführt hat. Demnach ist das Risiko für Memmingen das zweitniedrigste im Vergleich aller bundesweiten Landkreise und kreisfreien Städte. Nur die Menschen im Landkreis Plön (Niedersachsen) schnitten in der Statistik noch etwas besser ab. In Memmingen liegt die Sterbequote nach einem Herzinfarkt um 58,7 Prozent unter dem Bundesschnitt.

Statistisch gesehen sterben 69 Menschen von 100000 pro Jahr, nachdem sie einen Herzinfarkt erlitten haben. Diese bundesweite «Sterbeziffer» wurde für alle 413 Landkreise und kreisfreien Städte im Bundesgebiet ermittelt. Die Zahl ist altersbereinigt. Das heißt: Es spielt in der Statistik keine Rolle, ob beispielsweise in einer Stadt oder einem Landkreis besonders viele oder wenig alte oder jüngere Menschen leben.

Uckermark am Ende

Am untersten Ende der Statistik liegen die Landkreise Spree-Neiße und Uckermark. Dort liegt das Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben, um über 100 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

Im deutschlandweiten Vergleich fällt auf, dass die neuen Bundesländer deutlich schlechter abschneiden als die alten. Innerhalb Bayerns schneidet der Süden generell recht gut ab, der Nordosten deutlich schlechter.

Im Allgäu ergibt sich folgendes Bild im Hinblick auf die Abweichung vom statistischen Durchschnittswert, demzufolge von 100000 Menschen 69 pro Jahr an den Folgen eines Herzinfarkts sterben:

lMemmingen: 58,7 Prozent unter dem Bundesschnitt

lKempten: 21,4 Prozent unter dem Schnitt

lKreis Unterallgäu: 19,2 Prozent unter dem Schnitt

lKreis Oberallgäu: 14,5 Prozent unter dem Schnitt

lKaufbeuren: 12,1 Prozent unter dem Schnitt

lKreis Lindau: 3,8 Prozent unter dem Schnitt

lOstallgäu: 17 Prozent über dem Schnitt

Im Bundesländer-Vergleich liegt Bayern auf Platz acht im Hinblick auf die Herzinfarkt-Sterblichkeit. Das geringste Risiko besteht - statistisch gesehen - demnach in Schleswig-Holstein. Das höchste Risiko haben die Menschen in Brandenburg, wo die Sterbequote nach einem Herzinfarkt 46 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt liegt.

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