Lindenberg / Westallgäu
«Hervorragend aufgestellt»

«Die Stadtwerke sind hervorragend aufgestellt». Zu dem Ergebnis kommt Jörn-Helge Möller, Geschäftsführer der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches in Bayern. Der Verein hat das Unternehmen für sein Technisches Sicherheitsmanagement zertifiziert. «Das dient nicht zuletzt der Sicherheit unserer Kunden», beschreibt Friechdrich König, Geschäftsführer der Stadtwerke, die Bedeutung.

Zwei Tage lang haben Fachleute des DVGW die Stadtwerke durchleuchtet. Abgearbeitet wurde eine «umfangreiche Checkliste» wie es König formuliert. Untersucht wurde beispielsweise, ob die Leitungspläne auf dem aktuellen Stand sind, ein Betriebshandbuch vorliegt, die Organisationsstruktur einen ordnungsgemäßen Ablauf gewährleistet und Alarm- und Einsatzpläne bestehen. Gefordert ist von den Stadtwerken auch eine umfangreiche Dokumentation. So lässt sich beispielsweise nachvollziehen, wo welches Bauteil eines bestimmten Herstellers aus welchem Baujahr verwendet wurde. Das ist wichtig, wenn sich später bestimmte Chargen als fehlerhaft herausstellen sollten und ein Austausch nötig wird.

Geprüft hat die DVGW auch, ob der Bereitschaftsdienst für Notfälle funktioniert. «Für den Kontakt zum Kunden ist das mitentscheidend», sagt Friedrich König. Rund um die Uhr halten die Stadtwerke einen Bereitschaftsdienst vor. In Notfällen ist ein Mitarbeiter spätestens nach 30 Minuten vor Ort. Um das gewährleisten zu können, nimmt der Notdienst ein Einsatz-Fahrzeug mit nach Hause. Die Bestückung ist im Handbuch geregelt, vom «Notstromaggregat bis zur Kneifzange» ( König).

Sollte ein Mitarbeiter alleine ein Problem nicht beheben können, greifen die Stadtwerke auf die Betriebsstelle der Thüga in Wangen zurück. Ohnehin sind die Stadtwerke in das Netzwerk des Versorgers eingebunden, der an dem Lindenberger Unternehmen 40 Prozent hält. Das Leitungsnetz beispielsweise wird von der Netzleitstelle der Thüga in Singen kontrolliert. Sie ist rund um die Uhr mit drei Mitarbeitern besetzt.

Angesichts des personellen Aufwandes ist sich Möller sicher, dass die «Stadtwerke alleine auf sich gestellt nicht mehr überlebensfähig wären».

Mit einem echten Notfall haben es die Stadtwerke einmal im Monat zu tun, berichtet Friedrich König. 90 Prozent der Alarmierungen haben einen anderen Hintergrund. «Von der toten Maus bis zum Kühlschrank der riecht haben die Mitarbeiter schon alles erlebt», berichtet Klaus Hörmann, technischer Leiter der Stadtwerke. Egal, ob es um einen echten Notfall handelt, oder einen Fehlalarm, Kosten muss der Anrufer nicht befürchten: «Wir wollen keine Hemmschwelle aufbauen. Das schlimmste wäre es, wenn ein Kunde sich bei einem echten Notfall nicht anzurufen traut.»

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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