Helden wirken noch immer nach

Marktoberdorf/Ostallgäu | dec | Der Schnee muss nochmal weg. Darin waren sich die Vorstände des Kreisjugendrings (KJR) Ostallgäu bei ihrer Herbstversammlung einig. Bleibt er, sind die Chancen schlecht, den neuen Zeltplatz in Rettenbach wie geplant im Mai zu eröffnen. Bisher konnte nämlich nur die Holzhütte fast fertig gestellt werden. Dabei unterstützten junge Arbeitslose der ARGE-Ostallgäu im Rahmen eines Projektes den Kreisjugendring.

Was die Kosten für den Zeltplatz betrifft, sind diese laut KJR-Vorsitzendem Günter Frey höher als erwartet. 'Das liegt hauptsächlich daran, dass die Erschließung teurer wurde als erwartet', sagt er. Eingespart wurde dafür am Sanitärhaus, das vorerst nur für eine, statt zwei Gruppen ausgelegt wird. Nicht verabschieden wollte man sich laut KJR-Geschäftsführer Erich Nieberle aber von der Idee, den Zeltplatz ökologisch zu betreiben. Und dank eines weiteren Zuschusses vom Landkreis und einiger Sponsoren sei das möglich. 'Wir ziehen das durch, auch wenn mehr Mittel nötig sind', sprach sich Landrat Johann Fleschhut für den Zeltplatz aus.

Das zweite Hauptthema der Vollversammlung war die Jugendsozialarbeit an Schulen, für die in Trägerschaft des KJR und der AWO vier weitere Mitarbeiter eingestellt wurden. Sie werden an den Hauptschulen in Buchloe und Germaringen sowie an den Förderschulen in Füssen und Marktoberdorf eingesetzt. Vorgestellt werden die Vier am 28. November in einer eigenen Veranstaltung des Landratsamtes.

60. Geburtstag gefeiert

In guter Erinnerung geblieben ist dem Vorstand des KJR die Aktion 'Drei Tage Zeit für Helden', mit der der Bayerische Jugendring seinen 60. Geburtstag feierte. Genauso alt wurde übrigens sein Ostallgäuer Ableger. Aber zurück zu den Helden und das 'waren sie wirklich', sagte Kreisrätin Eva Zazzaretta. 'Die Resonanz von außen auf die Aktion war groß', schildert sie ihre Erfahrungen. 'Eine grandiose Veranstaltung', lobte auch Marktoberdorfs Bürgermeister Werner Himmer. 'Es hat Spaß gemacht', betonte Frey. Auch wenn nicht alles glatt gelaufen sei. Aber das wäre auch komisch bei 40 Gruppen.

Nicht astrein funktionierte es zum Beispiel bei den Pfadfindern um Johannes Auburger. 'Wir hatten das Gefühl, man traut uns nicht zu, selbstständig zu arbeiten', beschreibt er seine Eindrücke von den Arbeiten am Römerbad, die ihnen haarklein vorgegeben worden seien und keinen Raum für Kreativität gelassen hätten. Insgesamt aber habe die Aktion Spaß gemacht.

Weniger Freude hat Auburger an den Plänen der Deutschen Bahn, die kostenlose Radmitnahme in Zügen abzuschaffen. Deshalb bat er den KJR, hier etwas zu unternehmen. 'Der Vorschlag ist unterstützenswert', sagte Frey und schlug vor, Ideen für eine mögliche Vorgehensweise zu sammeln.

Eine kleine Veränderung gab es im KJR-Vorstand. Nachdem Markus Reichart vorzeitig ausgeschieden war, übernahm der 20-jährige Florian Sackl, Jugendleiter beim Alpenverein, seinen Posten. Größere Veränderungen stehen bei den Neuwahlen im Mai 2008 an. Dann nämlich stellt sich Frey nach acht Jahren im Vorstand nicht mehr zur Wahl.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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