Blonhofen
Heißer geht es nicht mehr

Der Auftritt der Garde ist der Höhepunkt eines jeden Faschingsballs. Eine Steigerung ist aber möglich, wenn sich gleich über zwanzig Prinzenpaare nebst Tanzabordnungen treffen - so wie beim 19. Schwäbischen Gardetreffen in . «Heuer hatten wir 26 Garden hier», freute sich Wolfgang Noack von den veranstaltenden Kaufbeurer Kunstreitern. So sehr seine Freude über die lange Gästeliste war, so groß war auch sein Bedauern, dass aus Platzmangel weiteren Teilnehmern abgesagt werden musste. «Wir wollten aber nicht auf eine andere Lokalität ausweichen, da hier im Stadeltheater alles stimmt: Bühne, Saal und vor allem die Stimmung.»

Die rund 600 Besucher waren das dichte Beieinander im Festsaal offenbar schon gewohnt. Der besagten guten Laune schien die Enge eher dienlich. Und jede Garde brachte auch ihre Fans aus den Vereinsreihen mit. Und während die hübschen Mädchen auf der Bühne zeigten, was in ihren gelenkigen Tanzbeinen steckt, bewies die Fanliga, wie man die Truppe närrisch gut anfeuert.

Nicht jeder Prinz zeigte sich aber als ein Natur-Talent wie der Ronsberger Mini-Prinz Julian I. (9), der zum Start seiner Faschingssaison nicht nur einen kernigen Schlachtruf beherrschte, sondern zum Abmarsch von der Bühne auch gekonnt seinen Dreispitz zog.

Der Ronsberger Faschingsverein dominierte mit drei Prinzenpaaren und den drei jeweiligen Garden nicht nur zahlenmäßig das Gardetreffen in diesem Jahr. Auch tänzerisch hatten die Gardemädchen jeder Altersgruppe die Gunst des Publikums verdient auf ihrer Seite.

Eine Verschnaufpause für das Publikum gab es auf dem rund sechsstündigen Gardetreffen übrigens nicht. Die vier Moderatoren präsentierten die Garden ohne Künstlerpause. Dementsprechend heiß war auch die Stimmung vor der Bühne, während oben strammes Marschieren, kunstvolle Formationen und effektvolle Figuren angesagt waren. Ob bei den Gruppenauftritten der Garden oder den Soloeinlagen der Tanzmariechen - Gelenkigkeit, Kondition und Taktgefühl gehörte für die Faschings-Tänzer zum guten Ton. Viele Vereine gaben bereits einen Vorgeschmack auf ihr Showprogramm.

Dabei dominierten statt Marschmusik fetzige Töne und sexy Klamotten. Da steppte etwa die Monroe zu Jacksons Thriller, während Kylie Minogue einen flotten Rock n Roll aufs Parkett legte. Fest steht: Der diesjährige Fasching wird wohl ziemlich heiß.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen