Sonthofen
Heiß auf die Stars aus dem Norden

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Während die Kollegen frisch geduscht Richtung Mannschaftsbus unterwegs sind, wird Pascal Hens immer noch von jugendlichen Fans umlagert. Er schreibt geduldig Autogramme auf Blöcke, Eintrittskarten, Poster sowie T-Shirts und lächelt in die Digital-Kameras und Foto-Handys, die auf ihn gerichtet sind.

Schon bei der Vorstellung der Mannschaft des HSV Hamburg gegen den österreichischen Erstligisten Alpla HC Hard erhielt der 2,03 Meter große Schlacks in der AllgäuHalle in Sonthofen den meisten Beifall, obwohl er nach einer Operation an der Achillessehne gar nicht spielen konnte und dem letztjährigen Vizemeister noch zwei Monate fehlen wird. Die Begeisterung war aber nicht nur wegen Hens, dem Weltmeister von 2007, so groß. 1200 Zuschauer sorgten für eine tolle Stimmung, obwohl das Hamburger Spiel beim 30:19-Sieg noch nicht rund lief und Gegner Hard in der zweiten Halbzeit deutlich nachließ.

Dass die Allgäu-Halle trotz Biergarten- und Badewetter bei Temperaturen um 30 Grad ausverkauft war, wunderte Martin Feger nicht. Für den Handball-Abteilungsleiter des TV Immenstadt ging die Rechnung voll auf, ein deutsches und ein österreichisches Spitzenteam ins Oberallgäu zu holen und ein Match mit «Länderspiel-Charakter zu präsentieren.» Das große Interesse an dem Spiel führt Feger auch darauf zurück, dass der HSV Hamburg mit Meister THW Kiel die beiden beliebtesten Handballteams hierzulande sind. «Spieler wie Pascal Hens und Johannes Bitter sind seit der WM 2007 doch fast überall bekannt», sagt Feger. Zudem sei der HSV gespickt mit Nationalspielern.

Tolle Stimmung auf den Rängen

Wie zum Beispiel Thorsten Jansen. Er war allerdings dann doch überrascht, dass trotz schweißtreibender Temperaturen wo viele Zuschauer nach Sonthofen kamen. «Dass Handball im Süden der Republik so populär ist, hätte ich nicht gedacht», meinte der 32-Jährige. Auch Kollege Oleg Velyky war sehr angetan von «der tollen Stimmung in der Halle». Er ist davon überzeugt, dass der Handballsport «wegen seiner Dynamik noch populärer in den nächsten Jahren wird». Die Zuschauer seien doch geradezu heiß auf niveauvollen Handballsport», ließ Pascal Hens wissen. Dass er sich Zeit für die vielen Fans nahm, sei für ihn selbstverständlich. «Es ist doch toll, dass Handball in Deutschland boomt», berichtete Hens.

Und auch Trainer Martin Schwalb war begeistert, dass die Allgäu-Halle ausverkauft war. «Das große Interesse zeigt, dass das Produkt Handball sehr attraktiv ist und angenommen wird». Vor allem in Süddeutschland herrsche aber noch Nachholbedarf. Der TV Großwallstadt ist die einzige Mannschaft in Bayern, die in der ersten Liga spielt. «Das soll sich ändern», verspricht Schwalb. Irgendwann in den nächsten Jahren werde es in München wieder einen Handball-Bundesligisten geben, glaubt der 46-Jährige.

So lange warten, um dieses Team dann möglicherweise für ein Freundschaftsspiel zu engagieren, möchte Martin Feger nicht.

Vielleicht schon im nächsten Jahr, wenn sich der HSV Hamburg wieder in Herrsching am Ammersee auf die Saison vorbereitet, will der TVI-Abteilungsleiter die Schwalb-Truppe wieder ins Oberallgäu zu einem Testspiel holen.

Dann soll auch Pascal Hens sein Können zeigen und nicht nur Autogramme geben. »Allgäu-Sport

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